Mit dem erweiterten Ensemble beginnt für die Fondation Beyeler ein neues Kapitel: Kunst, Architektur und Natur treten in Riehen noch intensiver miteinander in Beziehung. Den programmatischen Auftakt bildet „Constellations“ – und der Titel ist zugleich ein Versprechen. Rund 230 Werke aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert treten in wechselnden Konstellationen miteinander in Beziehung. Meisterwerke aus der Sammlung der Fondation Beyeler treffen auf Neuerwerbungen, Schenkungen und bedeutende Leihgaben aus Schweizer und internationalen Privatsammlungen. Erstmals wird dabei das neue Wyss Museum gemeinsam mit dem von Renzo Piano entworfenen Beyeler Museum, dem erweiterten Park und den historischen Gebäuden als zusammenhängender Ausstellungsort bespielt.

Der Name der Ausstellung verweist auf Alexander Calders „Constellations“ aus dem Jahr 1943. Wie bei einem Sternbild entsteht auch hier Bedeutung nicht allein aus den einzelnen Elementen, sondern aus ihrer Beziehung zueinander. Ein Picasso kann plötzlich anders erscheinen, wenn ihm ein Werk von Rothko gegenübersteht; eine Skulptur von Alberto Giacometti kann durch den Blick auf die Landschaft eine neue Dimension erhalten. Die Ausstellung lädt dazu ein, bekannte Werke neu zu entdecken und unerwartete Verbindungen zwischen unterschiedlichen Künstlergenerationen, Medien und Bildwelten wahrzunehmen.
Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Claude Monet, Pablo Picasso, Alexander Calder, Joan Miró, René Magritte, Alberto Giacometti, Mark Rothko, Willem de Kooning, Joan Mitchell, Cy Twombly, Louise Bourgeois, Fujiko Nakaya, Gerhard Richter, Vija Celmins, Marlene Dumas, Robert Gober, Thomas Schütte, Roni Horn, Fischli/Weiss, Elizabeth Peyton, Wolfgang Tillmans und Otobong Nkanga. Die Spannweite reicht damit von den grossen Positionen der Moderne bis zu wichtigen Stimmen der Gegenwart.

Alberto Giacometti, Schreitender Mann II, 1960, Bronze, 189 x 26 x 110 cmFondation Beyeler, Riehen/Basel © 2017, Fondation Giacometti/ProLitteris, ZürichFoto: Robert Bayer, Basel

Alberto Giacometti, Schreitender Mann II, 1960, Bronze,  Fondation Beyeler, Riehen/Basel © 2017, Fondation Giacometti/ProLitteris, Zürich, Foto: Robert Bayer, Basel

Doch „Constellations“ ist keine statische Sammlungsschau. Teile der Präsentation und bestimmte Werkgruppen verändern sich im Rhythmus der Jahreszeiten. Dadurch entstehen immer wieder neue Konstellationen, andere Nachbarschaften und neue Blickbeziehungen zwischen Kunst, Architektur und Landschaft. Wer wiederkommt, soll nicht einfach dieselbe Ausstellung erneut sehen, sondern eine veränderte Fondation Beyeler erleben.
Gerade darin liegt die Stärke des neuen Ensembles: Es erweitert das Museum nicht nur nach aussen, sondern auch nach innen. Die Sammlung wird beweglicher, die Architektur wird Teil des Ausstellungserlebnisses, und die Natur wird vom Hintergrund zum aktiven Gegenüber. Kunst begegnet den Besuchenden nicht mehr ausschliesslich innerhalb klar definierter Museumsgrenzen, sondern entfaltet sich über unterschiedliche Räume, Atmosphären und Blickachsen.
Herbst 2026 bis Herbst 2027
www.fondationbeyeler.ch

Pablo Picasso, Frau (Epoche der „Demoiselles D’avignon”), 1907, Öl auf Leinwand, Fondation Beyeler, Riehen/Basel © 2017, Succession Picasso/ProLitteris, ZürichFoto: Robert Bayer, Basel

Pablo Picasso, Frau (Epoche der „Demoiselles D’Avignon”), 1907, Öl auf Leinwand, Fondation Beyeler, Riehen/Basel © 2017, Succession Picasso/ProLitteris, Zürich
Foto: Robert Bayer, Basel