Mit Ein feste Burg präsentiert das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck einen Abend großer musikalischer Gegensätze: vom poetischen Meeresschweigen über feierlich funkelnde Trompetenklänge bis zur sinfonischen Auseinandersetzung mit Reformation und Glaube. Unter der Leitung von Mario Venzago treffen Klangpoesie, Solovirtuosität und historische Tiefe aufeinander.
Im Saal Tirol des Congress Innsbruck entfaltet sich ein Orchesterabend, der die Kraft orchestraler Erzählkunst in den Mittelpunkt stellt. Die musikalische Reise beginnt mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Meeresstille und glückliche Fahrt“, einem Orchesterstück, das aus der Stille des Wassers-Bildes heraus poetische Klanglandschaften formt und zugleich von dynamischer Ruhe und aufbrechender Energie erzählt. Diese Stücke verknüpfen Stimmungen von Naturerfahrung und musikalischer Reflexion zu einer atmosphärischen Ouvertüre.
Im Anschluss bringt das Konzert Joseph Haydns Trompetenkonzert in Es-Dur zur Aufführung, ein Werk, das durch seine glänzende Solopartie auf der Trompete besticht und historisch mit der Entwicklung des Instruments eng verbunden ist. Die trompetenklare Virtuosität setzt funkelnde Akzente in einem Programm, das den Facettenreichtum klassischer Klangsprache sichtbar macht.
Im Zentrum des Abends steht Felix Mendelssohn Bartholdys 5. Symphonie d-Moll, op. 107 – die „Reformations-Sinfonie“. Dieses sinfonische Werk verbindet kraftvolle orchestrale Architektur mit einem tief empfundenen christlichen Choralsatz, dessen Melodie namensgebend ist für das Konzertthema. In ihm spiegelt sich die Spannung zwischen persönlichem Glauben und gesellschaftlicher Identität, zwischen innerer Einkehr und kraftvoller Artikulation.
Unter der musikalischen Leitung von Mario Venzago entfaltet das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck diese Klanglandschaften mit nuancierter Präzision und großer klanglicher Präsenz. Der Abend vereint Kammermusik-ähnliche Feinheit und sinfonische Wucht, lädt zu Reflexionen über Tradition, Klang und Bedeutung ein und macht die lebendige Kraft der klassischen Musik in all ihren Facetten erlebbar.
19. und 20. März 2026






