Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig vereint Jahrhunderte künstlerischer Gestaltung – ein Haus, das Designgeschichte und Kunsthandwerk aus aller Welt erlebbar macht.
Mit seinem international herausragenden Sammlungsbestand zählt das GRASSI Museum für Angewandte Kunst zu den führenden Häusern seiner Art. Die Sammlung umfasst rund 270.000 Objekte des Kunsthandwerks von der Antike bis in die Gegenwart und eröffnet einen einzigartigen Blick auf die Entwicklung von Formen, Materialien und Stilen über die Jahrhunderte hinweg.
Von Beginn an orientierte sich das Museum an einer außergewöhnlichen Breite: Alle Materialbereiche und Epochen der europäischen und asiatischen angewandten Kunst sind vertreten, ergänzt durch bedeutende Stücke aus anderen Weltregionen. Das Spektrum reicht von Keramik, Porzellan, Glas und Textilien über Gold- und Silberarbeiten bis hin zu Skulpturen aus Holz und Stein, Möbeln, Münzen, Medaillen und kunstvoll gestalteten Alltagsgegenständen.

Raumansicht zur Ausstellung „BESESSEN“ © Grassi Museum für angewandte Kunst Leipzig
Besonders hervorzuheben ist die umfangreiche Textilsammlung, die von frühen koptischen Geweben bis zu Bauhaus-Stoffen und zeitgenössischem Design reicht. Jugendstil, Art déco und Funktionalismus prägen als Schwerpunkte die gesamte Sammlung, während Kunsthandwerk und Design des 20. Jahrhunderts weitere zentrale Akzente setzen. Auch die grafischen Bestände des Museums sind bemerkenswert: Ornamentstiche, Musterbücher, Entwurfszeichnungen, historische Buchkunst und frühe Fotografien bilden eigene Spezialsammlungen.
Das GRASSI Museum ist jedoch nicht nur ein Ort der Bewahrung, sondern auch der Begegnung und Inspiration. Durch Sonderausstellungen, thematische Präsentationen und den Austausch mit zeitgenössischen Gestaltern schlägt das Haus Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und macht deutlich, wie eng Kunsthandwerk, Design und Alltagskultur miteinander verwoben sind. Ein Besuch im GRASSI Museum für Angewandte Kunst ist damit eine Entdeckungsreise durch die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und zugleich ein lebendiger Dialog mit der Geschichte des Gestaltens.





