Das Museum als eines der ältesten Kunstmuseen Europas verfügt über die viertgrößte Gemäldegalerie Alter Meister in Deutschland, Skulpturen und Kunsthandwerk von der Antike bis zur frühen Neuzeit und über ein Kupferstichkabinett mit Werken vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Dauerausstellungen des Herzog Anton Ulrich-Museums zeigen rund 4000 Kunstwerke aus 3000 Jahren Kunstgeschichte auf 4000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Dauerausstellung: Schatz aus der Tiefe
Silbermedaillen der Welfen
Münzen und Medaillen der Welfen reflektieren spannende Facetten der Wirtschafts- und Geldgeschichte: Seit Beginn des 16. Jahrhunderts wurden im Harz die neuen Silberbergwerke eröffnet und erste Silbertaler geprägt. Bald mussten die Welfen auf den Import von Silber aus dem neu entdeckten Amerika reagieren: Um die Inflation zu bekämpfen, ließ Herzog Julius gegen Ende des Jahrhunderts die großen Löser prägen. Aus dem Bildprogramm dieser außergewöhnlichen Stücke entstanden die welfischen Silbermedaillen. Die Silberbergwerke des Harzes blieben weiterhin von Bedeutung: In der repräsentativen Medaillenkunst der Welfen tauchen (neben Porträts der Fürsten und Symbolen ihrer Herrschaft) auch die Bergwerke im Harz oder der Wilde Mann als Symbolfigur des Harzes auf.
ab April 2021

Grandios! Die Silbermöbel der Welfen
Das Herzog Anton Ulrich-Museum präsentiert in einer Sonderausstellung die kostbaren Silbermöbel der Welfen, die als langfristige Leihgabe 2019 von der Marienburg nach Braunschweig übersiedelten.
Die Objekte sind in verschiedenen Werkstätten der besten Augsburger Gold- und Silberschmiede in zwei Etappen zwischen etwa 1725 und 1730 hergestellt worden. Beschäftigt waren Künstler der berühmten Goldschmiededynastien Biller und Drentwett. Die schon in ihrer Zeit als „königliche“ Stücke gefeierten Silbermöbel repräsentieren einen kaum je wieder erreichten Stand gestalterischen Könnens in der Silberverarbeitung. Das Ensemble nimmt unter den wenigen erhaltenen Werken dieser Art einen international herausragenden Platz ein.
5. April bis 25. Juli 2021

Max wird Beckmann
Es begann in Braunschweig
Im Zentrum der groß angelegten Sonderausstellung stehen die prägenden Jugendjahre Max Beckmanns. Internationale Leihgaben und Schlüsselwerke seines Schaffens ermöglichen einen Blick auf seinen Werdegang zum Jahrhundertkünstler.
Der 1884 in Leipzig geborene Maler verbrachte seine Jugendjahre, vom elften bis zum sechzehnten Lebensjahr in Braunschweig. Hier entstanden seine frühesten künsterlisch anmutenden Werke, vom märchenhaften Aquarell „Der Diamantberg” bis zur souveränen Ölskizze „Landschaft mit See”, gemalt als Vorbereitung auf sein Kunststudium in Weimar.
Neben frühen noch weitgehend unbekannten Zeichnungen, Aquarellen und Skizzen präsentiert die Sonderausstellung mit den „Jungen Männern am Meer” aus dem Jahr 1905 oder der „Sintflut” von 1908 auch großformatige Schlüsselwerke aus dem Schaffen eines Weltenkünstlers.
29. Oktober 2021 bis 13. Februar 2022

https://3landesmuseen-braunschweig.de