Wie lebten die Menschen in unserer Region, als Gletscher und Mammuts die Landschaft prägten? Die neue Familienausstellung im Museum zu Allerheiligen nimmt Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise in die Vergangenheit und macht das Leben vor 17.000 Jahren greifbar. Damals kehrten Jäger und Sammler nach dem Rückzug der Eiszeitgletscher in die Region zurück. Sie folgten den Rentierherden, nutzten das reiche Vorkommen an Feuerstein und entwickelten Werkzeuge, Waffen sowie kunstvolle Objekte.
Die Schau erzählt nicht nur vom Überleben in der Kältesteppe, sondern auch vom erstaunlichen Erfindungsreichtum und der Kreativität dieser frühen Menschen. Wie kleideten sie sich? Welche Rolle spielte die Natur für ihr tägliches Leben? Und was wissen wir heute überhaupt über ihre Gemeinschaften? Antworten auf diese Fragen liefert die Ausstellung anhand originaler Funde, anschaulicher Rekonstruktionen und zahlreicher Mitmachstationen.
Das Publikum wird aktiv einbezogen: Es darf selbst mit Feuerstein Geweih oder Holz bearbeiten, Schnüre aus Pflanzenfasern drehen oder Schmuck herstellen. Ein besonderes Highlight ist die Virtual-Reality-Station, die die Besuchenden mitten in eine Rentierjagd versetzt. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie Archäologie, Forschung und moderne Vermittlung zusammenspielen können, um Geschichte lebendig zu machen.
25. Oktober 2025 bis 15. März 2026

Andrin Winteler, Megaball, 2025, Video © Andrin Winteler
Manor Kunstpreis Schaffhausen 2025: Andrin Winteler. Floating Point
Seit über 40 Jahren gilt der Manor Kunstpreis als eines der wichtigsten Sprungbretter für junge Kunstschaffende in der Schweiz. 2025 geht die Auszeichnung in Schaffhausen an den Künstler Andrin Winteler (*1986), der mit seiner Ausstellung Floating Point nun seine erste institutionelle Einzelausstellung präsentiert.
Winteler, in Schaffhausen aufgewachsen und heute in Zürich lebend, arbeitet an der Schnittstelle von Installation, Fotografie und Film. Seine neuen Werke untersuchen die Wahrnehmung von Realität und deren ständige Verschiebung. Mit technischen Hilfsmitteln und digitalen Prozessen erzeugt er Bilder, die zwischen Traum und Wirklichkeit oszillieren. Seine Arbeiten wirken rätselhaft, beinahe surreal, und fordern das Publikum heraus, die eigene Sichtweise auf die Bilderflut unserer Gegenwart zu hinterfragen.
Der Manor Kunstpreis, 1982 von Philippe Nordmann ins Leben gerufen, hat schon zahlreiche Karrieren befördert. Nun steht Winteler im Fokus – ein Künstler, dessen Werk Fragen nach Wahrheit, Illusion und Transformation mit großer poetischer Kraft verhandelt.
22. November 2025 bis 22. Februar 2026
www.allerheiligen.ch





