Mythen und Vorurteile zum Thema Obdachlosigkeit

Ein alter Mann mit zerzaustem Bart, der auf einer Parkbank sitzt und Bier aus der Dose oder Wein aus dem Tetra Pak trinkt – das ist das gängige Bild, das Menschen beim Stichwort „Obdachlosigkeit“ im Kopf haben. Auch ein vorherrschendes Stereotyp: Wer in einem reichen Land wie Österreich obdach- oder wohnungslos ist, hat seine Situation durch individuelles Versagen selbst verschuldet. Über 22.000 Menschen sind in Österreich von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffen – sie sind nicht nur prekären Situationen ausgesetzt, sondern auch einer Vielzahl an Vorurteilen, mit denen sich diese Wiener Vorlesung beschäftigt. Elisabeth Hammer im Gespräch über die Situation obdachloser Menschen in Wien und die Macht von Vorurteilen, Stigmatisierung und Scham.

Elisabeth Hammer © Christoph Liebentritt

Elisabeth Hammer © Christoph Liebentritt

„Scham wird durch den Verzicht auf Vorurteile und durch Hilfe auf Augenhöhe abgebaut.“ Elisabeth Hammer
17. November 2021, 19 Uhr, Brotfabrik Wien, Ankersaal

https://vorlesungen.wien.gv.at