Mit seiner Sammlung von Kunstwerken und kulturhistorischen Objekten dokumentiert das Nidwaldner Museum die Kunst- und Kulturgeschichte des Kantons Nidwalden. In drei Dauerausstellungen und jährlich drei bis vier Wechselausstellungen stehen jeweils ausgewählte Nidwaldner Themen im Mittelpunkt. Das Nidwaldner Museum ist ein kantonales Museum und besteht aus drei Häusern:

Winkelriedhaus und Pavillon
Das Winkelriedhaus ist das Haupthaus des Museums. Im alten Patrizierhaus ist die Dauerausstellung Selbst und Welt zu sehen. Im Pavillon werden verschiedene Wechselausstellungen gezeigt, oft mit Kunstschaffenden, die einen Bezug zu Nidwalden herstellen oder für die Region von Bedeutung sind.

Salzmagazin
Das Salzmagazin liegt zentral bei der Talstation der StanserhornBahn und ist das eigentliche Ursprungshaus des Nidwaldner Museums. Heute beherbergt es das Museum für Geschichte. Die Dauerausstellung Mutig, trotzig, selbstbestimmt – Nidwaldens Weg in die Moderne gibt einen Einblick in die besondere Geschichte des Kantons. Eine Wechselausstellung beleuchtet jedes Jahr zusätzlich ein besonderes Nidwaldner Thema.

Festung Fürigen
Die Festung Fürigen an der Strasse von Stansstad nach Kehrsiten ist seit 1991 ein Museum. Die Dauerausstellung Festung Fürigen von 1941 bis heute. Ausnahmezustand und Alltag im Berg präsentiert die ehemals geheime Originalausstattung und führt ein in die Zeit des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Kriegs.

Dauerausstellung: FESTUNG FÜRIGEN VON 1941 BIS HEUTE
Ausnahmezustand und Alltag im Berg
Hinter den schroffen Felswänden des Bürgenbergs bei Stansstad versteckt sich die Festung Fürigen. Erbaut während des Zweiten Weltkriegs, war sie Teil des Reduits, der damaligen Verteidigungsstrategie der Schweizer Armee. Im Falle eines Angriffs hätte das Artilleriewerk mit seinen zwei Kanonen dazu beitragen sollen, einen allfälligen deutschen Vormarsch in die Alpenregion abzuwehren. Auch im Kalten Krieg blieb die Festung in Betrieb, wenn auch auf neue Bedrohungsszenarien ausgerichtet. Letztmals zogen 2009 Männer – nun lediglich als Soldaten verkleidet – für eine Reality-Show des Schweizer Fernsehens in den Stollen. Als Museum kann die Festung seit 1991 erkundet werden. Die aktuelle Ausstellung richtet den Blick auf die Festung und ihr Abwehrkonzept. Sie thematisiert die gesellschaftlichen Entwicklungen der Region und zeigt das Leben und den Alltag der Männer, die in Fürigen bis in die 1980er-Jahre ihren Wehrdienst leisteten. Ein audiovisueller Rundgang führt durch den äusseren Stollen zu den Geschützständen und schliesslich in den Unterkunftsbereich. Hier wurde gegessen und geschlafen. Was hat die Festungssoldaten während ihres mehrwöchigen Aufenthalts im Berg beschäftigt? Welche Sorgen drückten und plagten sie? Was schrieben sie ihren Lieben nach Hause? Erleben Sie hautnah ein Stück Schweizer Geschichte und erkunden Sie die geheime Welt im Fels.
29. März bis 2. November, Führungen auf Anmeldung das ganze Jahr möglich

Festung Fürigen von 1941 bis Heute, Fotografie Christian Hartmann

Festung Fürigen von 1941 bis Heute, Fotografie Christian Hartmann

Dauerausstellung: Selbst und die Welt. Werke aus der Sammlung
Das Verhältnis zwischen „Selbst und Welt” bildet den roten Faden der Dauerausstellung. Ein Blick in die Sammlung des Museums zeigt, dass sich Nidwaldner Kunstschaffende neben introspektiven Themen und der Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst stets auch mit dem Weltgeschehen und den internationalen Kunstströmungen befassten. Präsentiert werden Schwerpunkte der Sammlung: das Atelier, mythologische und biblische Themen, Natur- und Landschaftsdarstellungen sowie die Auseinandersetzung mit Körper, Tod und Transzendenz. Kunstwerke vom 17. bis ins 21. Jahrhundert sind zueinander in Beziehung gesetzt und ermöglichen einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Alt und Neu begegnen sich und erzeugen überraschende Konstellationen. Ein umfangreiches Begleitheft, das auch digital zugänglich ist, vertieft die Themen der Ausstellung und stellt die Kunstschaffenden mit ihrem oft weltläufigen Beziehungsnetz vor.
29. März bis 2. November, Führungen auf Anmeldung das ganze Jahr möglich

Selbst und die Welt, Fotografie Christian Hartmann


Selbst und die Welt, Fotografie Christian Hartmann

Dauerausstellung: Mutig, trotzig, selbstbestimmt. Nidwaldens Weg in die Moderne
Nidwalden widersetzte sich immer wieder dem Anpassungsdruck, den die übrige Schweiz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Bergkanton ausübte. Nidwalden lehnte jeweils sämtliche nationalen Verfassungen ab und wurde 1798 sogar mit Waffengewalt zur Zugehörigkeit gezwungen. Sture Nidwaldner? Die Realität ist komplizierter. Neben einer gehörigen Portion Selbstbehauptungswillen war stets auch ein Kampf um die Privilegien der herrschenden Klasse im Spiel. Hinterwäldlerkanton Nidwalden? Keineswegs. Der Kleinkanton, der bis zum besseren Anschluss ans Eisenbahn- und Nationalstrassennetz 1964 geografisch stark isoliert war, brachte dank fortschrittlichen Persönlichkeiten auch erstaunliche Werke hervor: 1860 etwa die erste AchereggBrücke oder 1965 eine moderne, national anerkannte Verfassung. Und manchmal entschieden sich die Nidwaldner scheinbar gegen die eigene Vernunft: etwa 1954, als sie trotz Verlust von Gemeindeautonomie und Kulturland für den Anschluss ans Nationalstrassennetz stimmten. Die historische Dauerausstellung geht solchen Ereignissen nach und bietet in sieben «Nidwaldner Geschichten» einen Überblick über die letzten 750 Jahre
29. März bis 2. November, private Führungen auf Anmeldung das ganze Jahr möglich

Mutig, Trotzig, Selbstbestimmt Postkarte Harissenbucht, Stansstad. Sammlung Marcel Just

Mutig, Trotzig, Selbstbestimmt:  Postkarte Harissenbucht, Stansstad. Sammlung Marcel Just

Dauerausstellung im Salzmagazin: Meilensteine. Mobilität und wir
Mobilität ist die Grundlage für Wirtschaftswachstum und Wohlstand, sie ist der Inbegriff von Freiheit und Fortschritt. Mobilität ist aber auch die Ursache von Luftverschmutzung und Lärm. Nicht zuletzt wegen dieser Ambivalenz fehlt es dem Thema weder an Brisanz noch an Aktualität. Grund genug, um die Mobilität in den Fokus des Nidwaldner Museums zu rücken; zumal Nidwalden aufgrund seiner Lage «zwischä See und hechä Bärgä» nicht nur eine einzigartige, weil späte Verkehrsgeschichte aufweist, sondern weil Nidwalden als Autobahn- und Pendlerkanton auch von den modernen Fragen der Mobilität betroffen ist. In der Ausstellung lassen sich die alten und die neuen Verkehrswege erleben, ebenso die Meilensteine auf dem Weg in die heutige Zeit der allgegenwärtigen Mobilität. Dazu kommen die spielerischen und interaktiven Elemente der Ausstellung: Was macht die Mobilität mit uns? Was machen wir mit der Mobilität? Denkanstösse laden ein, über das eigene Mobilitätsverhalten zu reflektieren und die eigenen Gedanken zu formulieren. Kuration: Stefan Ragaz Gestaltung: Beat Stalder
29. März bis 2. November, Führungen auf Anmeldung das ganze Jahr möglich

www.nidwaldner-museum.ch