Zum 100. Geburtstag von Claude Lanzmann gewährt das Jüdisches Museum Berlin erstmals Einblick in sein bislang unveröffentlichtes Audio-Archiv – und damit in die Entstehung eines epochalen Werks.
Im Mittelpunkt der Ausstellung „Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen“ steht das Archiv mit 152 bislang unbekannten Audiokassetten, in denen Lanzmann in den 1970er-Jahren Gespräche mit Überlebenden, Tätern und Dritten für seinen Film Shoah führte. Damit wird nicht allein die filmische Leistung Lanzmanns gewürdigt, sondern auch seine Recherche- und Arbeitsweise hörbar gemacht. Die Kassetten wurden 2023 ins UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen.
Neben den Tonaufnahmen zeigt die Ausstellung Objekte, Dokumente und Filmaufnahmen, die gemeinsam ein Bild davon zeichnen, wie Lanzmann Geschichte hörbar werden ließ. Wer diese Ausstellung besucht, begibt sich nicht nur auf eine audiophile Spurensuche, sondern erlebt Geschichte – in Form von Tönen, Stimmen und Erinnerungen, die sonst im Unsichtbaren geblieben wären.
28. November 2025 bis 14. April 2026

AIWA Aufnahmegerät von Claude Lanzmann, Japan, ca. 1970-1979; Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr.: 2023/208, Schenkung der Association Claude et Felix Lanzmann, Foto: Roman März











