Bereits im zarten Alter von drei Jahren mit den Klaviertasten verwachsen, stand Khatia Buniatishvili schon früh auf der Bühne und absolvierte mit zehn Jahren ihre erste Europatournee. 2008 öffnete sich dann das Tor zum Olymp der internationalen Kulturszene – den die junge Pianistin mit ihren tief beseelten Interpretationen und ihrem charaktervollen Glamour schnell eroberte. Aufgewachsen im kriegsgezeichneten Georgien, habe sie sich schon als Kind nichts so sehr gewünscht wie Liebe und Weltfrieden, verriet die Künstlerin vor einigen Jahren dem Klassikmagazin Crescendo in einem Interview. Heute kann sie als weltweit gefeierte Starpianistin diesem Anliegen Nachdruck verleihen, etwa bei Benefizkonzerten in Solidarität mit der Ukraine, zugunsten von Opfern des syrischen Bürgerkrieges und als Botschafterin des Kinderhilfswerks „Plan International“.
Weitblick und persönlicher Zugang sind die Kennzeichen ihrer Programmgestaltung bei Soloabenden. Khatia Buniatishvili wird an diesem Konzerabend in Freiburg Werke von Chopin, Liszt und Prokofjew spielen. Man kann dabei sicher sein: Diese Künstlerin zeigt sich nur mit handverlesenen Stücken, zu denen sie etwas zu sagen hat. Den Notentext, so verriet sie einst, sehe sie dabei wie einen komponierten Liebesbrief: „Die Partitur ist wie ein Brief, um die Verbindung zwischen dem Komponisten und mir selbst herzustellen. Ich muss diese Verbindung in Liebe fühlen, um zu entscheiden, ob ich eine Komposition spielen möchte oder eben nicht.“ Welch ein Glück für die Musik, dass es Khatia Buniatishvili an Liebe nicht mangelt!
19. Februar 2024
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