Ein Abend voller Energie, Tiefe und musikalischer Brillanz: Han-Na Chang und Martha Argerich widmen sich in der Laeiszhalle einem russischen Programm, das zwischen märchenhafter Fantasie, virtuoser Moderne und schostakowitscher Ironie leuchtet.

Ein russisches Programm – kraftvoll, virtuos und tief bewegend: Wenn Han-Na Chang, Erste Gastdirigentin der Symphoniker Hamburg, und die Jahrhundertpianistin Martha Argerich ihre Kräfte vereinen, treffen zwei Ausnahmekünstlerinnen aufeinander. Im Zentrum steht Prokofjews Drittes Klavierkonzert, das seit Jahrzehnten eines von Argerichs Signaturstücken ist. Es ist sein populärstes Klavierkonzert, 1921 uraufgeführt, und besticht durch seine klare Architektur, seinen unverwechselbaren Humor und die typische prokofjewsche Mischung aus kantiger Modernität und melodischer Eingängigkeit.

Den Auftakt des Programms bildet das 50 Jahre später entstandene »Märchenpoem« von Sofia Gubaidulina, deren kompositorischer Weg einst von Dmitri Schostakowitsch gefördert wurde und die bis zu ihrem Tod 2025 Musik von unverwechselbarer Kraft schuf. Im Jahr 2026 hätte sie ihren 95. Geburtstag gefeiert. Schostakowitsch’ kontrastreiche Sechste Symphonie rundet das Programm im zweiten Teil ab. Indem sie virtuos zwischen Dramatik und Ironie wechselt, verbinden sich in ihr intensive Emotionen, innere Konflikte und tänzerische Leichtigkeit.
26. März 2026

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