In einem rauschhaften Panorama von Farbe, Form und Erinnerung öffnet „Edita Schubert: Profusion“ neue Zugänge zur künstlerischen Welt jener, die im Schatten des Kanons wirkten.

Die Ausstellung „Edita Schubert: Profusion“ im Muzeum Susch in der Schweiz präsentiert erstmals ausserhalb Kroatiens eine umfassende Retrospektive der Künstlerin, die von den frühen 1970er bis zu ihrem viel zu frühen Tod im Jahr 2001 eine bemerkenswerte Bandbreite an Werken schuf.
Von hyperrealistischen Anfängen über installationsartige „Doorways“ (1978) bis hin zu collagierten und ambienten Werken, die sich mit Krieg, Identität und Vergänglichkeit auseinandersetzen – ihr Œuvre spannt einen Bogen von junger Experimentierfreude bis zur souveränen Form- und Themenreife. In der Ausstellung erfahren wir, wie Schubert mit Materialität, Farbe und Raum spielte, und dabei einen Stil entwickelte, der „Profusion“ im Wortsinne bedeutete: eine üppige Fülle, eine kreative Überfülle, die gleichzeitig präzise gespürt wird.

Die zwölf Galerien des Hauses laden ein, Schuberts Selbstbildnisse, räumliche Seelenräume und Referenzen an die Natur wie auch an die Geschichte zu entdecken. Ihre Installationen lassen Besucherinnen und Besucher tatsächlich durch Erinnerungsräume treten – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Damit gelingt der Ausstellung nicht nur ein Blick zurück auf ein oft übersehenes Werk, sondern auch eine Einladung, Gegenwart und Kunstgeschichte neu zu denken.
13. Dezember 2025 bis 17. Mai 2026

www.muzeumsusch.ch