Mit Saul präsentiert die Oper Köln ein barockes Oratorium von Georg Friedrich Händel, das durch große dramatische Wucht, monumentale Chöre und psychologische Tiefe besticht. Die gefeierte Regie von Barrie Kosky bringt die alttestamentarische Tragödie zwischen Macht, Neid und Untergang packend auf die Bühne.

König Saul sieht in David, dem gefeierten Helden nach dem Sieg über Goliath, einen Rivalen. Als auch Sauls Kinder zu David stehen, beschließt der König, ihn aus dem Weg zu räumen. Doch David steht unter göttlichem Schutz – und Sauls Stern beginnt zu sinken.

Mit Saul wandte sich Georg Friedrich Händel einem brisanten Bibelstoff zu, in einer Zeit politischer Umbrüche in England. Händel beschritt mit diesem Werk neue Wege, indem er das Oratorium als dramatisches Musiktheater in englischer Sprache formte. Die Uraufführung 1739 war ein großer Erfolg, nicht zuletzt wegen der eindrucksvollen Chöre und emotionalen Tiefe.

Die opulente Inszenierung des Glyndebourne Festival, übertragen in das London der georgianischen Ära, zeigt Händels Werk als spannungsgeladenes Bühnenereignis zwischen Triumph und Tragödie. Am Dirigentenpult des Gürzenich-Orchesters steht Rubén Dubrovsky, ein ausgewiesener Spezialist für Barockmusik.
Premiere 23. November
weitere Aufführungen: 26. und 29. November, 1., 3., 5., 10., 12. und 14. Dezember 2025

www.oper.koeln