Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden ist seit ihrer Eröffnung im Jahr 1909 – und insbesondere seit den 1960er Jahren – der Auseinandersetzung mit internationaler Gegenwartskunst verpflichtet. In ihrer langen Geschichte wurde dieser Auftrag von den jeweils amtierenden Direktorinnen und Direktoren immer wieder neu befragt. 

Klimawandel und Dürren, Politiken der Isolation, Rezession, bewaffnete Konflikte und autoritäre Regime – viele der existenziellen Fragen unserer Zeit, unserer globalen Krisen können allein in Relation zu diesen beiden Begriffen formuliert werden: Natur und Staat.

In Anlehnung an das letztjährige Projekt State and Nature, welches beide Begriffe innerhalb des zeitgenössischen Kanons erweiterte, trägt die diesjährige Ausstellung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden den Titel Nature and State und formuliert so einen dialektischen Vorschlag. Im Zentrum steht dabei die Untersuchung von Kontinuität und Ungehorsam, mögliche Wege der Transformation von Staatlichkeit als Gesellschaftsform und der genealogischen Beziehung zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Anstelle einer statischen Form des Ausstellungsmachens schlägt das neue Team der Kunsthalle Baden-Baden mit Nature and State eine Komposition fließender, vielseitiger und wechselnder Methoden vor. Sie lädt die Öffentlichkeit ein, sich in den kommenden Monaten an diesem Prozess zu beteiligen, in dem sich die Kunsthalle in eine fortlaufende Transformation ihrer Räume und Personen verwandelt. An jedem Wochenende im Juli und Oktober 2022 wird ein spezifisches performatives Programm stattfinden, beginnend mit dem Eröffnungswochenende am Freitag, 8. Juli bis Sonntag, 10. Juli 2022.
9. Juli bis 16. Oktober 2022

kunsthalle-baden-baden.de