Mit Gaetano Donizettis „L’elisir d’amore“ bringt das Staatstheater Kassel im Februar 2027 eine der beliebtesten komischen Opern des 19. Jahrhunderts auf die Bühne. Zwischen überschäumender Komik, romantischer Verzweiflung und italienischem Melodienreichtum erzählt Donizetti von einem jungen Mann, der glaubt, für die Liebe ein Wundermittel zu benötigen.

Nemorino ist unsterblich in Adina verliebt. Die selbstbewusste und gebildete junge Frau scheint von seinen Gefühlen allerdings kaum etwas zu bemerken. Während Nemorino verzweifelt nach einer Möglichkeit sucht, ihr Herz zu gewinnen, taucht der reisende Quacksalber Dulcamara auf und präsentiert scheinbar die perfekte Lösung.
Sein angeblicher Liebestrank soll dafür sorgen, dass sich jede gewünschte Person in denjenigen verliebt, der davon trinkt. Nemorino greift zu – ohne zu ahnen, dass sich hinter dem vermeintlichen Zaubermittel nichts anderes als gewöhnlicher Wein verbirgt.

Beflügelt von der vermeintlichen Wirkung des Tranks verändert sich Nemorinos Auftreten. Aus dem schüchternen Verehrer wird plötzlich ein selbstbewusster Draufgänger. Doch ausgerechnet jetzt erhält Adina einen Heiratsantrag vom Soldaten Belcore. Für Nemorino beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der Hoffnung und Verzweiflung immer wieder unmittelbar aufeinanderfolgen.

Gaetano Donizetti komponierte „L’elisir d’amore“ 1832 innerhalb weniger Wochen. Die Verbindung aus komödiantischem Tempo und lyrischen Momenten machte das Werk zu einem der dauerhaft erfolgreichsten Beispiele der italienischen Opera buffa. Besonders Nemorinos Arie „Una furtiva lagrima“ gehört heute zu den bekanntesten Tenorarien des Opernrepertoires.

Am Staatstheater Kassel übernimmt Marlene Pawlak die Regie. Nach ihren Kasseler Inszenierungen von „Le nozze di Figaro“ und „Alice“ widmet sie sich damit erneut einer Oper, in der Humor und große Gefühle eng miteinander verbunden sind.
Die musikalische Leitung liegt bei Kiril Stankow. Wolf Gutjahr gestaltet die Bühne, die Kostüme stammen von Anna Rudolph. Gemeinsam mit dem Opernchor und dem Orchester des Staatstheaters entsteht so eine turbulente Liebesgeschichte voller Missverständnisse, überraschender Wendungen und musikalischer Leichtigkeit.

Denn am Ende zeigt sich, dass Nemorino für Adinas Liebe weder Magie noch einen geheimnisvollen Trank benötigt. Donizettis Oper erzählt damit bei allem komödiantischen Überschwang auch davon, dass echte Gefühle gerade dort entstehen können, wo Menschen aufhören, jemand anderes sein zu wollen.
Premiere 13. Februar 2027

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