Ein Programm voller Emotion und Tiefe: Werke von Lili Boulanger, Edward Elgar und Johannes Brahms erzählen von Abschied, Schmerz und schöpferischem Ringen.

Drei große Komponisten stehen im Mittelpunkt dieses Konzerts, deren Werke eng mit persönlichen Schicksalen und biografischen Krisen verbunden sind. Lili Boulanger, 1893 geboren und mit nur 24 Jahren viel zu früh gestorben, hinterließ trotz ihres kurzen Lebens ein beeindruckendes Werk. In D’un soir triste, einem ihrer letzten Stücke, verdichten sich Schmerz, Sehnsucht und Trost zu einer Musik von großer Intensität. Das zentrale Trauermotiv entfaltet eine Tiefe, die weit über die sanfte Melancholie des Titels hinausgeht.

Edward Elgars Cellokonzert entstand 1917 im Schatten des Ersten Weltkriegs, persönlicher Verluste und der schweren Krankheit seiner Frau. Es ist geprägt von Trauer und Rückschau, zugleich aber von einer inneren Kraft, die das Werk zu einem der bewegendsten Konzerte der Musikgeschichte macht. Mit ihm verabschiedete sich Elgar zugleich von seiner eigenen schöpferischen Lebensphase.

Johannes Brahms wiederum kämpfte jahrelang mit dem übermächtigen Vorbild Beethovens. „Immer marschiert so ein Riese hinter mir“, schrieb er einmal. Dennoch vollendete er 1876 seine erste Sinfonie, die sofort große Erfolge feierte und ihm endgültig Anerkennung als Sinfoniker brachte – ein Werk, das zwischen Respekt vor der Tradition und selbstbewusstem Neubeginn steht.
14. November 2025

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