Mit seiner „Rössl”-Inszenierung wurde Regisseur Michael Schachermaier am Saarländischen Staatstheater zum Wiederholungstäter, mit seiner bunten, poetischen wie humoristischen Bildsprache begeisterte der Österreicher das saarländische Publikum bereits mit „Die kleine Meerjungfrau” und „Amadeus”. Nun kommt seine Augenzwinkerei mit der populärsten Operette zurück auf die Bühne des Saarländischen Staatstheater. Mit einem bestens aufgelegten Musiktheaterensemble geht es zurück an den Wolfgangsee und ins vermeintliche Postkartenidyll. Ja, „Im Salzkammergut, da ka’mer gut lustig sein!” – und was braucht es dieser Tage mehr?

„Im weißen Rössl am Wolfgangsee … ”, da tummeln sich dieser Tage illustre Gäste aus naher und ferne Umgebung auf der Suche nach… Ja, was eigentlich? Einem authentisch-idyllischen Fleckchen Österreich? Liebe? Rechtschaffenheit? Oder sind es doch die Beuschel, die locken? Sicher ist jedoch, dass Rössl-Wirtin Josepha Vogelhuber genau weiß, was ihre Gäste so brauchen. Sei es Schnittlauch oder Eskapismus. Als der von seiner Tochter Ottilie nur widerwillig in Ferienlaune versetzte Ur-Berliner und Mode-Unternehmer Giesecke im „Rössl” ankommt und dort den Rechtsanwalt seines Konkurrenten antrifft, ist der Ärger vorprogrammiert. Auch beim Personal knistert es: Kellner Leopold hat sich in seine Chefin Josepha verliebt, die sich jedoch höchstens für ihren Stammgast Dr. Otto Siedler – ebenjenen Rechtsanwalt – begeistern kann.
Vor idyllischem Bergpanorama und unter Einfluss kulinarischer Köstlichkeiten nehmen die Irrungen und Wirrungen also ihren Lauf und mit einem Mal bilden sich ungeahnte Allianzen – denn wer sollte unberührt bleiben, wenn es heißt: „Die ganze Welt ist himmelblau”? Da bleibt kein Auge trocken, kein Herz unberührt, aber auch kein Streit ausgelassen. Gott sei Dank bleibt da immer noch die Musik, die über alle Probleme und Sorgen hinwegtrösten kann. Jedes Stück ein Treffer, Ohrwürmer sind garantiert. Und wenn es dieses Jahr schon nicht ins Salzkammergut geht, so kommt das Salzkammergut eben zu uns. Mit all seinem Charme, seinem bissigen Humor, seiner Sehnsucht und seiner Hoffnung, dass am Ende doch alles gut wird.
12., 21. und 28. Mai, 21. und 30. Juni, 3., 7., 13. und 14. Juli 2022

www.staatstheater.saarland