Zwischen klassischer Klarheit und sinfonischer Größe: Wenn Mozarts d-Moll-Klavierkonzert und Mahlers Erste aufeinandertreffen, entsteht ein Abend voller Kontraste – intensiv, emotional und abschließend unter der Leitung von Svetoslav Borisov.
Nur einen Tag vor der Uraufführung vollendet Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1785 sein Klavierkonzert Nr. 20 in d-Moll – und setzt sich selbst an den Flügel. Das Werk, entstanden in einer Phase schöpferischer Hochspannung, gilt als Meilenstein seiner Wiener Zeit: dramatisch, kühn und wegweisend. Es ist das erste seiner sogenannten sinfonischen Konzerte, in dem Solist und Orchester als gleichberechtigte Partner in einen dialogischen Wettstreit treten. Die gefeierte Pianistin Saskia Giorgini, Gewinnerin des Internationalen Mozartpreises Salzburg 2016, gibt mit diesem Konzert ihr Debüt in Magdeburg und bringt die dunkle, leidenschaftliche Klangsprache des Werks zum Leuchten.
Im zweiten Teil erklingt Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1, die 1889 in Budapest uraufgeführt wurde und zunächst für heftige Diskussionen sorgte. Was anfangs verstörte, wurde später zur Blaupause seines sinfonischen Schaffens: ein Werk, das von Natur, Leben, Leid und Triumph erzählt – und dessen gewaltiges Finale bereits den Mahler’schen Kosmos zukünftiger Sinfonien vorwegnimmt.
Am Pult steht Svetoslav Borisov, der mit diesem eindrucksvollen Programm sein Abschiedskonzert als 1. Kapellmeister am Theater Magdeburg gibt – ein musikalischer Abend zwischen Aufbruch und Vollendung.
18. und 19. Dezember 2025





