Sie gehört wohl zu den berühmtesten klassischen Werken überhaupt: „Die Moldau” von Bedřich Smetana. Bei der eingängigen, immer wiederkehrenden Melodie, die Smetana für diesen Fluss erfunden hat, muss sich so manches Publikum zurückhalten, um nicht ergriffen mitzusummen.

Dass die „Moldau”aber ›nur‹ der zweite Teil eines größeren Komplexes ist, verliert man schnell aus den Augen – viel zu selten kann man hierzulande das gesamte Werk hören: „Mein Heimatland”, ein Zyklus von sechs sinfonischen Dichtungen, die Smetanas tschechischer Heimat, ihrer Natur und ihren Legenden huldigen.
Zwischen 1867 und 1879 entwirft Smetana diesen gigantischen Zyklus. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide, ab 1874 ist der Komponist taub. Erst 1882 erklingen alle sechs Dichtungen gemeinsam im Konzert. Das Publikum ist hingerissen von der Kraft und Poesie von Smetanas unverwechselbarer Tonsprache und Melodik – und daran hat sich bis heute nichts geändert.
14. und 15. März 2023

www.theater-ulm.de