Mit Sergej Khachatryan und Alexandre Kantorow treffen am 9. Februar 2027 zwei herausragende Musikerpersönlichkeiten im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses aufeinander. Der armenische Geiger und der französische Pianist präsentieren einen Kammermusikabend, der vier bedeutende Werke für Violine und Klavier vereint und dabei einen musikalischen Bogen von der Wiener Klassik bis ins 20. Jahrhundert spannt.
Den Auftakt bildet Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate in e-Moll KV 304, die 1778 entstand und zu seinen ausdrucksstärksten frühen Kammermusikwerken zählt. Die ungewöhnlich ernste, melancholische Grundstimmung verleiht der Sonate eine besondere emotionale Tiefe. Es folgt Johannes Brahms’ Sonate in d-Moll op. 108, die zwischen 1886 und 1888 komponiert wurde. Mit ihrer leidenschaftlichen Ausdruckskraft, den großen musikalischen Spannungsbögen und dem virtuosen Zusammenspiel beider Instrumente gehört sie zu den Höhepunkten des romantischen Kammermusikrepertoires.
Nach der Pause steht Claude Debussys Sonate in g-Moll auf dem Programm, sein letztes vollendetes größeres Werk. Die 1917 uraufgeführte Komposition verbindet impressionistische Klangfarben mit überraschenden rhythmischen Wendungen und einer äußerst konzentrierten musikalischen Form. Den Abschluss bildet Arno Babadjanians Sonate in b-Moll aus dem Jahr 1959. Das Werk des armenischen Komponisten erweitert den Abend um eine ausdrucksstarke Tonsprache, in der virtuose Passagen, emotionale Intensität und Einflüsse der armenischen Musiktradition aufeinandertreffen.
Sergej Khachatryan zählt zu den international renommierten Geigern seiner Generation und begeistert mit einer ausdrucksstarken, nuancenreichen Interpretation. Alexandre Kantorow erlangte besondere internationale Aufmerksamkeit, als er 2019 als erster französischer Pianist den Ersten Preis beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb gewann. Gemeinsam gestalten die beiden Künstler einen Konzertabend, der die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten von Violine und Klavier über mehrere musikalische Epochen hinweg erlebbar macht.
9. Februar 2027






