Seit einem Jahrzehnt würdigt der Lotto-Museumspreis von Lotto Baden-Württemberg die Vielfalt, Innovationskraft und gesellschaftliche Relevanz der nichtstaatlichen Museen im Land. Was 2015 als Impuls zur Stärkung der Museumslandschaft begann, hat sich längst zu einem festen Qualitätsprädikat entwickelt. Heute zählt der Preis zu den wichtigsten Anerkennungen für museale Arbeit im Südwesten – eine Auszeichnung, die Sichtbarkeit schafft, Projekte ermöglicht und den kulturellen Dialog nachhaltig stärkt.

Im Jubiläumsjahr geht der Hauptpreis an die Städtische Galerie Karlsruhe, die seit fast drei Jahrzehnten in einer einstigen Rüstungsfabrik beheimatet ist und jährlich rund 40.000 Besucherinnen und Besucher anzieht. Die Jury würdigt die konsequente Ausrichtung des Hauses auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die klug kuratierten Ausstellungen und die bemerkenswerte Verbindung von Sammlung, Vermittlung und zeitgenössischer Debatte. Besonders hervorgehoben wurde die Neupräsentation der Bestände, die mit kreativen Formaten für alle Altersgruppen verbunden ist. Ein Haus, das – so betont Museumsverbandspräsidentin Sabine Mücke – Kunst lebendig hält und Menschen einlädt, sich aktiv einzubringen.

 Gewinner des Lotto-Museumspreises 2025 in der Städtischen Galerie Karlsruhe © Bruno Kelzerv.l.n.r.: Dr. Gisela Splett, Aufsichtsratsvorsitzende von Lotto Baden-Württemberg; Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister von Karlsruhe; Sabine Mücke, Präsidentin des Museumsverbandes Baden-Württemberg e.V.; Stefanie Patruno, Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe; Paul Nemeth, Geschäftsführer von Lotto Baden-Württemberg; Dr. Christian Baudisch, Leiter des Deutschen Fleischermuseums; Martina Meyr, Vizepräsidentin des Museumsverbands Baden-Württemberg e.V.

Gewinner des Lotto-Museumspreises 2025 in der Städtischen Galerie Karlsruhe © Bruno Kelzer
v.l.n.r.: Dr. Gisela Splett, Aufsichtsratsvorsitzende von Lotto Baden-Württemberg; Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister von Karlsruhe; Sabine Mücke, Präsidentin des Museumsverbandes Baden-Württemberg e.V.; Stefanie Patruno, Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe; Paul Nemeth, Geschäftsführer von Lotto Baden-Württemberg; Dr. Christian Baudisch, Leiter des Deutschen Fleischermuseums; Martina Meyr, Vizepräsidentin des Museumsverbands Baden-Württemberg e.V.

Direktorin Stefanie Patruno sieht den Preis als „Ansporn, Kunst weiterhin als offenen Raum für Teilhabe und neue Perspektiven zu gestalten“. Für Karlsruhe ist die Auszeichnung zugleich eine Würdigung des langjährigen kommunalen Engagements im Kulturbereich.
Der eXtra-Preis 2025 geht an ein Museum, das in der deutschen Museumslandschaft bis heute einzigartig dasteht: das Deutsche Fleischermuseum Böblingen. In einem Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert führt es kulturhistorische Aspekte des Fleischerhandwerks mit zeitgenössischen Fragestellungen zusammen. Die Verbindung aus historischen Objekten, Gegenwartskunst und gesellschaftspolitischen Themen wie Ernährung oder Nachhaltigkeit macht das Haus zu einem lebendigen Ort des Diskurses. „Ein Unikum, das weit über das traditionelle Verständnis eines Handwerksmuseums hinausweist“, so die Laudatio von Martina Meyr.Dass der Preis über die Jahre zu einer starken Säule der kulturellen Infrastruktur geworden ist, zeigt auch sein finanzielles Fundament: Mehr als 300.000 Euro Preisgeld wurden seit 2015 ausgeschüttet. Sie stammen aus den Kulturerträgen von Lotto Baden-Württemberg, das über den Wettmittelfonds jährlich Millionenbeträge in Kunst und Kultur investiert – und damit weit mehr als nur Preise ermöglicht: Es stärkt Sammlungen, erleichtert Restaurierungen und unterstützt regionale Freilichtmuseen.Der Lotto-Museumspreis 2025 zeigt eindrucksvoll, wie Museen Geschichte bewahren, Gegenwart verhandeln und Zukunft denken können. Und er erinnert daran, dass kulturelle Vielfalt nicht selbstverständlich ist – sondern das Ergebnis eines starken Netzwerks aus Engagement, Förderung und Leidenschaft.
www.lotto-bw.de