Mit Giuseppe Verdis Meisterwerk „La traviata“ bringt das Oldenburgische Staatstheater eine der bewegendsten und zugleich gesellschaftskritischsten Opern des Repertoires auf die Bühne – ein packendes Drama voller Leidenschaft, Opfer und musikalischer Tiefe.
Violetta, eine berühmte Pariser Prostituierte, führt ein Leben zwischen Glanz und Elend, feiert rauschende Feste und leidet gleichzeitig unter großer Einsamkeit. An die wahre Liebe glaubt sie schon lange nicht mehr – bis der junge Alfredo, Spross aus gutem Hause, auftaucht und ihr Herz erobert. Sie verlässt ihr luxuriöses Leben und zieht mit ihm aufs Land. Doch das Glück soll nicht lange währen: Alfredos Vater sieht den Ruf der Familie in Gefahr und verlangt von Violetta, die Beziehung zu beenden. Das junge Glück wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.
Mit „Rigoletto“ und „Il trovatore“ gehört „La traviata“ zu Verdis sogenannter „trilogia popolare“. Die Besonderheit der „traviata“ war dabei, dass sie zeitlich in der Gegenwart angesiedelt war und statt eines historischen Stoffes oder eines mythologischen Themas die gesellschaftskritische Erzählung über eine Pariser Kurtisane wählte, die Alexandre Dumas der Jüngere 1848 als Roman und später als Theaterstück veröffentlicht hatte. Doch erst Verdis Musik machte den Stoff unsterblich.
Musikalisch beeindruckt die Oper durch ihre melodische Intensität, psychologische Tiefe und dramatische Ausdruckskraft. Arien wie „Sempre libera“ oder „Addio, del passato“ zeigen Verdis geniale Fähigkeit, Emotionen in Musik zu fassen.
Premiere 13. September 2025
weitere Aufführungen: 17., 24., 27. und 30. September, 3., 9., 16. und 31. Oktober, 9. November, 5. und 19. Dezember, 28. Februar 2026





