Ein Abend zwischen Eleganz und doppeltem Boden: Mit Saint-Saëns’ brillantem „Ägyptischen“ Klavierkonzert und Schostakowitschs scheinbar heiterer Neunter Symphonie treffen musikalische Raffinesse und subversiver Witz aufeinander. Beatrice Berrut am Klavier und die Bergischen Symphoniker unter Sebastien Rouland laden zu einem klangvollen Spiel mit Leichtigkeit, Tiefe – und versteckten Botschaften.
Leichtfüßig und ironisch kommt Schostakowitschs 9. Symphonie daher. Ähnlich unbeschwert fließt auch das 5. Klavierkonzert von Saint-Saëns dahin. Doch von allem tänzerischen Leichtmut sollte man sich nicht täuschen lassen: Schostakowitschs Neunte war auch ein politischer Balanceakt. Dass der sowjetische Komponist seine Ironie so gut verstecken konnte, rettete ihm das Leben. Erleichtert seufzte einer seiner Schüler: „Stalin war verspottet, zum Glück hat Stalin das nicht verstanden!”
4. November 2025





