Zwischen Palmen und Alpengipfeln, Jugendstil und Bergpanorama entfaltet sich auch 2026 wieder eine der außergewöhnlichsten Musiklandschaften Europas: Das südtirol festival meran lädt zu einer Saison voller Emotion, Virtuosität und musikalischer Entdeckungen.
Wenn der Sommer langsam weicher wird und sich die Abendluft über den Promenaden Merans mit Musik füllt, beginnt in Südtirol eine ganz besondere Festivalzeit. Das südtirol festival meran verwandelt die elegante Kurstadt und ihre Umgebung vom 16. August bis 22. September 2026 erneut in einen Treffpunkt internationaler Musikgrößen, visionärer Konzertideen und leidenschaftlicher Klangwelten. Das Motto der 41. Saison lautet passend: „Con passione“.
Denn Leidenschaft ist hier mehr als nur ein musikalischer Ausdruck. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Festivalprogramm – von großen sinfonischen Konzerten über intime Matineen bis hin zu ungewöhnlichen musikalischen Grenzgängen zwischen Klassik, Jazz, Folk und Pop.
Herzstück des Festivals bleibt die hochkarätig besetzte Reihe „classic“ im prachtvollen Jugendstil-Kursaal von Meran. Dort gastieren einige der renommiertesten Orchester und Solist:innen der internationalen Musikszene. Bereits das Eröffnungskonzert setzt ein starkes Zeichen: Mit Bar Avni dirigiert erstmals eine Frau den Auftakt des Festivals. Gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel und dem türkischen Pianisten Fazıl Say präsentiert sie ein Programm voller Energie und Kontraste – von Mozart und Haydn bis zu Beethoven und Schostakowitsch.

Bar Avni © Stefanie Jäger
Auch in den folgenden Wochen reiht sich musikalischer Glanz an musikalischen Glanz. Das Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck bringt Rachmaninoff und Schostakowitsch nach Meran, während das Seoul Philharmonic Orchestra unter Jaap van Zweden neben Mendelssohn und Mozart auch das Werk „Inferno“ des südkoreanischen Komponisten Jaeil Jung präsentiert – jenes Künstlers, der durch die Soundtracks zu „Squid Game“ und „Parasite“ weltberühmt wurde.
Internationale Starpianistinnen und Starpianisten wie Yuja Wang, Beatrice Rana oder Alexander Gadjiev prägen die Saison ebenso wie große Klangkörper von der Staatskapelle Dresden bis zum Bergen Philharmonic Orchestra. Und wenn die Camerata Salzburg gemeinsam mit den Brüdern Arthur und Lucas Jussen Schubert und Mendelssohn interpretiert, verschmelzen Virtuosität und Spielfreude zu einem musikalischen Dialog voller Leichtigkeit. Doch das südtirol festival meran denkt Klassik längst weiter. Gerade die ungewöhnlichen Formate und überraschenden Kombinationen machen den besonderen Reiz des Festivals aus. So verbindet das O/Modernt Chamber Orchestra Stockholm Harry-Potter-Geschichten mit Purcells „Dido und Aeneas“, während Mozarts Requiem in der Pfarrkirche von Niederlana in intimer kammermusikalischer Besetzung eine völlig neue Intensität entfaltet.

Innsbrucker Hofmusik © Marco Weber
Besonders reizvoll klingt auch die Begegnung von Bach und brasilianischer Samba. Gemeinsam mit dem Orquestra Johann Sebastian Rio verwandelt Geiger Linus Roth barocke Meisterwerke in einen rhythmischen Klangrausch voller Temperament und südamerikanischer Lebensfreude.
Auch die Matineekonzerte setzen 2026 besondere Akzente. Dort stehen ausschließlich Frauen auf der Bühne – und meist stammen auch die gespielten Werke von Komponistinnen wie Clara Schumann, Fanny Hensel oder Amy Beach. Viele dieser Künstlerinnen verband einst eine persönliche Beziehung zu Südtirol. Ihre Musik erklingt nun an jenen Orten, an denen sie selbst Inspiration fanden.
Das südtirol festival meran lebt dabei nicht nur von seinem hochkarätigen Programm, sondern auch von seiner einzigartigen Atmosphäre. Musik erklingt in historischen Sälen, in Kirchen, Schlössern und Pavillons – immer eingebettet in die besondere Landschaft Südtirols zwischen mediterraner Eleganz und alpiner Weite.
16. August bis 22. September 2026
www.meranofestival.com

Hagen Quartet © Andrej Grilc
















