Das Historische Museum Saar präsentiert in Kooperation mit PixxelCult e.V. eine fotografische Auseinandersetzung zum erneut aktuellen Thema Grenzen. Grenzen trennen – und verbinden. Sie sind sichtbar oder unsichtbar, politisch gesetzt oder persönlich empfunden. Die Präsentation im Historischen Museum Saar beleuchtet in eindrucksvollen Fotografien die vielschichtigen Bedeutungen von Grenzen in Vergangenheit und Gegenwart.

Die Sonderausstellung „ANGRENZEN/ABGRENZEN. Fotografische Perspektiven“ im Historischen Museum Saar, entstanden in Kooperation mit PixxelCult e.V., widmet sich in eindrucksvoller Weise der Auseinandersetzung mit Grenzen – sichtbar oder unsichtbar, politisch gesetzt oder persönlich empfunden. Anlässlich des 70. Jahrestages der Saarabstimmung von 1955 und des 90. Jahrestages der Abstimmung von 1935 eröffnet die Präsentation mit einem fotografischen Rückblick auf die wechselvolle Geschichte der Grenzregion Saarland. Dabei wird die politische wie emotionale Bedeutung der Grenzen während der Sonderwege von 1920 bis 1935 und von 1947 bis 1957 beleuchtet – von internationaler Verwaltung über quasi Eigenstaatlichkeit bis hin zur „kleinen Wiedervereinigung“ mit der Bundesrepublik Deutschland.

Covid Grenzen © Alix Häfner

Covid Grenzen © Alix Häfner

Im Zentrum stehen zeitgenössische fotografische Arbeiten, die unterschiedliche Perspektiven auf das Thema eröffnen. Ruth Stoltenberg richtet ihren Blick auf Schengen und das Dreiländereck, das seit dem Abkommen von 1985 wie kein anderer Ort für offene Grenzen in Europa steht. Alix Häfner dokumentiert die Schließungen der Grenzübergänge im Saarland während der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020, während Stefanie Zofia Schulz Geflüchtete in der Landesaufnahmestelle Lebach porträtiert, die mit dem Status der „Duldung“ in einem Alltag ständiger Unsicherheit leben. Fotografien von Andreas Dorn und Yael Paris machen die wechselvolle Geschichte des Saarlandes anhand alter Grenzsteine sichtbar, die bis heute entlang der Landesgrenzen zu finden sind. Den Abschluss bildet eine Serie von Thomas Roessler, der 2025 Grenzgänger und Passant*innen an Orten wie der Freundschaftsbrücke in Kleinblittersdorf fotografierte. Ihre Aussagen geben ein unmittelbares Bild vom Leben an der Grenze – zwischen Alltag, Austausch und Beziehungen über nationale Linien hinweg.
13. September 2025 bis 1. März 2026

www.historisches-museum.org