Zwischen Symbol, Sprache und Raum: In der Ausstellung „Özlem Günyol & Mustafa Kunt. RATATATAA“ in der Städtische Galerie Karlsruhe verschmelzen Kunst und Kritik zu einem provozierenden Spiel der Zeichen – präzise, vieldeutig und geradezu lautmalerisch im Titel.
Mit „RATATATAA“ präsentiert die Städtische Galerie Karlsruhe die erste große institutionelle Einzelausstellung des Künstlerduos Ö𝑧lem Günyol und Mustafa Kunt in Deutschland. In ihren Arbeiten thematisieren sie Macht, Identität und Repräsentation – und beleuchten, wie Sprache, Symbol und historische Bilder gesellschaftliche Kontexte formen.
Ihre Werke reichen von Installationen wie „Free Solo“ (2019-2025) – einer Kletterwand bestehend aus Details zahlreicher Denkmäler –, über „Flag-s“ (2009) – wo die Flaggen aller Nationen zu einer schwarzen Fläche verschmolzen wurden –, bis hin zu neueren Zeichnungen und Objekten, die auf die Dynamik von Geschichte und Erinnerung verweisen.
In der Ausstellung treten Zeichnung, Objekt und Klang miteinander in Beziehung: Draht- und Rohrinstallationen bewegen sich im Raum, Linien werden zu Körpern, Stille zu Spannung. Die Architektur der Galerie – ehemals Fabrik –, dient dabei nicht nur als Hintergrund, sondern wird selbst Teil des Diskurses. „RATATATAA“ lädt damit dazu ein, Stellung zu beziehen, Fragen zu stellen und Wahrnehmung neu zu justieren. Wer diese Ausstellung besucht, erfährt Kunst nicht als stilles Bildwerk, sondern als Aktivraum – zum Denken, zum Fühlen und zum Hinterfragen.
27. September 2025 bis 12. April 2026





