Die Cellistin Sol Gabetta und ihr Ensemble Cappella Gabetta treten im Großen Saal des Konzerthaus Berlin auf – ein Programm voller musikhistorischer Spurensuche und Cello-Virtuosität.
Sol Gabetta widmet sich mit ihrer Cappella Gabetta im Großen Saal des Konzerthaus Berlin einer besonderen Mission: der Vergessenen Stimme der Cellogeschichte. Unter dem Titel „Auf den Spuren der Cellistin Lise Cristiani“ erkunden Gabetta und ihr Ensemble ein Repertoire, das weit zurückreicht. Die Französin Cristiani (1825–1853) war eine frühe Pionierin auf dem Cello – in einer Epoche, in der das Instrument Frauen kaum zugeschrieben wurde. Mit Werken von Offenbach („Prière et Boléro“), Rossini („Une Larme“) und Bearbeitungen von Mendelssohn oder Donizetti wird nicht nur eine musikalische Ära rekonstruiert, sondern zugleich die Klangkraft des Cellos neu entfaltet.
Im Rahmen dieser Programme zeigt das Ensemble, wie historische Klangideale, barocke Eleganz und romantische Virtuosität miteinander verschmelzen können. Der Saal des Konzerthauses schafft dafür eine perfekte Bühne: mit seiner klaren Akustik, seiner zentralen Lage in Berlin-Mitte und seiner Aura großer Musikgeschichte wird der Abend zu einem intensiven Hörerlebnis. Wer sich auf diesen Abend einlässt, bekommt ein Konzert serviert, das mehr ist als eine Sammlung schöner Stücke – es ist ein musikalisches Porträt, das vergangene Klangwelten mit heutiger Interpretation verbindet.
11. März 2026











