Unter dem Motto „Musik – Macht – Telemann“ finden vom 13. bis 22. März 2026 die 27. Magdeburger Telemann-Festtage statt. An zehn Festivaltagen sind Opernaufführungen, Festmusiken, Passionsoratorien, groß besetzte Instrumentalwerke, Kammermusik und genreübergreifende Konzertformate in exzellenter Besetzung zu erleben. Das Festival beleuchtet die Rolle der Musik als Ausdruck von Macht, Reichtum und kultureller Repräsentation im 18. Jahrhundert und zeigt gleichzeitig Telemann selbst als „musikalische Macht“, die das europäische Musikleben nachhaltig prägte.

Das Festival präsentiert etwa das Eröffnungskonzert mit dem Il Gardellino Orchestra unter Peter Van Heyghen, Festmusiken zur Geburt eines kaiserlichen Prinzen mit der Kölner Akademie und Telemanns monumentales Spätwerk Der Tag des Gerichts mit dem B’Rock Orchestra & Vocal Consort. Auch genreübergreifende Formate bereichern das Programm: „Amour fou“ in der Eventlocation „Factory“ verschränkt Telemanns Vokal- und Instrumentalwerke mit zeitgenössischem Tanz und Videokunst. Erstmals erklingen Konzerte in der Magdeburger Hyparschale sowie in der Weinhandlung „Basta“. Für Opernfreunde stehen zudem drei Inszenierungen auf dem Programm, darunter Telemanns Otto, Steffanis Orlando generoso und die Serenata Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho mit Ensembles aus den USA und Europa.

B'Rock Orchestra © Mirjam Devriendt

B’Rock Orchestra © Mirjam Devriendt

Die 27. Festtage bieten darüber hinaus ein umfangreiches Rahmenprogramm: offene Proben, eine Internationale Wissenschaftliche Konferenz, einen Festvortrag zum Festival-Motto, Stadtführungen, eine Junior Masterclass sowie nahezu täglich Lunch-Konzerte. Mit über 500 Künstlerinnen und Künstlern aus mehr als 30 Ländern, darunter renommierte Ensembles wie Vox Luminis, die Akademie für Alte Musik Berlin, das Boston Early Music Festival Orchestra und B’Rock, versprechen die Magdeburger Telemann-Festtage 2026 ein einzigartiges Erlebnis von Musik, Geschichte und Kultur.
Die Festtage würdigen Telemann als Musiker und Netzwerker seiner Zeit und lassen seine Werke – von Kirchenmusik über Kammermusik bis zu groß besetzten Festwerken – in historischer und zugleich zeitgenössischer Interpretation erklingen. Auch sechs Kompositionen erleben 2026 erstmals seit Telemanns Tod wieder ihre Aufführung, ein besonderer Gewinn für das heutige Konzertleben.
13. bis 22. März 2026
www.telemann.de

Georg Philipp Telemann, Preissler, Nürnberg, 1750 © Telemann-Zentrum-Bibliothek

Georg Philipp Telemann, Preissler, Nürnberg, 1750 © Telemann-Zentrum-Bibliothek