Unerfüllte Liebe, Sehnsucht und emotionale Extreme: Jules Massenets Oper „Werther“ bringt Goethes berühmten Roman auf die Bühne und erzählt von einer Leidenschaft, die keinen Ausweg findet. Am Theater Freiburg wird das Drama über Liebe und Verzweiflung zu einem intensiven Musiktheaterabend.
Im Zentrum der Oper steht der junge Werther, der in Charlotte seine Seelenverwandte erkennt und sich leidenschaftlich in sie verliebt. Doch Charlotte ist bereits mit Albert verlobt und fühlt sich an dieses Versprechen gebunden. Obwohl sie sich von Werthers emotionaler Intensität angezogen fühlt, fürchtet sie die Konsequenzen einer Beziehung mit ihm und versucht, Abstand zu halten.
Für Werther wird diese unerfüllte Liebe zu einem immer stärker werdenden inneren Konflikt. Unfähig, seine Gefühle loszulassen, steigert er sich zunehmend in eine Welt aus Sehnsucht und Hoffnung hinein. Als sich sein Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft endgültig als unerreichbar erweist, sieht er keinen Ausweg mehr aus seiner Verzweiflung.
Jules Massenet verwandelte Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ 1892 in eine große Oper, die mit lyrischer Intensität und dramatischer Ausdruckskraft den emotionalen Ausnahmezustand der Figuren hörbar macht. In der Inszenierung am Theater Freiburg rücken die Sänger*innen besonders nah an das Publikum heran: Wie in einer Arena begegnen sich Werther und Charlotte auf der Bühne und kreisen umeinander – ein eindringliches Spiel zwischen Anziehung, Widerstand und tragischem Schicksal.
Premiere 27. Juni
weitere Aufführungen: 3., 9., 11., 16. und 18. Juli 2026





