Begehren, Macht und zerstörerische Leidenschaft: Mit Richard Strauss’ „Salome“ bringt das Landestheater Coburg ein Musikdrama auf die Bühne, das seit seiner Uraufführung für Aufsehen sorgt. Die Geschichte der rätselhaften Prinzessin entfaltet sich als intensives Psychodrama zwischen religiöser Vision, politischer Macht und gefährlicher Obsession.
Richard Strauss’ Oper „Salome“, 1905 uraufgeführt, gilt bis heute als eines der radikalsten Werke des Musiktheaters. In einer von Dekadenz und Machtmissbrauch geprägten Welt erzählt das Stück von der jungen Prinzessin Salome, deren obsessive Faszination für den Propheten Jochanaan eine verhängnisvolle Dynamik entfaltet. Als sie dem asketischen Prediger begegnet, entwickelt sich aus ihrer Neugier eine leidenschaftliche Besessenheit, die von ihm jedoch entschieden zurückgewiesen wird.
Die Situation eskaliert am Hof von König Herodes. Als dieser Salome bittet, für ihn zu tanzen, verspricht er ihr jede gewünschte Belohnung. Nach dem berühmten „Tanz der sieben Schleier“ fordert sie schließlich den Kopf des Propheten – ein Wunsch, der das Geschehen in eine grausame Tragödie führt.
Strauss’ Musik zeichnet ein scharfes Psychogramm der Figuren und spiegelt zugleich die gesellschaftlichen Spannungen der Jahrhundertwende wider. Themen wie Macht, Gewalt, religiöse Fanatismen und sexuelle Obsessionen verschränken sich zu einem ebenso schockierenden wie faszinierenden Musikdrama.
Am Landestheater Coburg wird „Salome“ als intensiver Opernabend erlebbar, der die dunklen Abgründe menschlicher Begierde ebenso sichtbar macht wie die zerstörerische Kraft von Macht und Verführung.
Premiere 2. Mai
weitere Aufführungen: 15., 17. und 28. Mai, 3. und 7. Juni 2026






