Isolation, Wahnsinn und übernatürlicher Horror: Mit „The Shining“ bringt das Theater Regensburg Stephen Kings berühmten Thriller als packende Oper auf die Bühne. Die Geschichte einer Familie im abgelegenen Overlook Hotel entwickelt sich zu einem intensiven Psychodrama zwischen Realität und übernatürlicher Bedrohung.

Tief in den Bergen Colorados liegt das abgelegene Overlook Hotel. Für die Wintermonate zieht Jack Torrance gemeinsam mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny als Hausmeisterfamilie in das leerstehende Gebäude. Die Hoffnung auf einen Neuanfang scheint zunächst greifbar – doch die Isolation und die düstere Vergangenheit des Hotels beginnen schnell, ihre Wirkung zu entfalten.

Jack, der versucht, seine Alkoholabhängigkeit zu überwinden, wird zunehmend von inneren Dämonen und Erinnerungen an seinen gewalttätigen Vater verfolgt. Gleichzeitig entdeckt sein Sohn Danny eine besondere Fähigkeit: eine mysteriöse Form der Hellseherei, die der Hotelkoch Mr. Hallorann „the shining“ – „das Leuchten“ – nennt. Durch diese Gabe erkennt Danny bald, dass im Overlook Hotel unheimliche Kräfte wirken und die Familie keineswegs allein ist.

Was als Versuch eines Neuanfangs begann, entwickelt sich zunehmend zu einem Kampf um geistige Gesundheit und schließlich um das eigene Überleben. Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Übernatürliches vermischen sich immer stärker, während das Hotel selbst zu einer bedrohlichen Präsenz wird.

Der amerikanische Komponist Paul Moravec verwandelte Stephen Kings Bestseller in einen Opernthriller mit eindringlicher musikalischer Sprache. Kontrastierende Klangwelten spiegeln dabei die beiden Ebenen der Handlung wider – das Alltägliche und das Übernatürliche. Für jede Figur, sogar für das Hotel selbst, entwickelte Moravec eigene Leitmotive, die sich im Verlauf der Geschichte miteinander verweben. Die Oper wurde 2016 in Saint Paul, Minnesota, uraufgeführt und bringt nun den berühmten Horrorstoff als intensives Musiktheater auf die Bühne.
Premiere 9. Mai
weitere Aufführungen: 31. Mai, 7., 13., 24., 27. und 30. Juni, 8., 11. und 15. Juli 2026

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