Inmitten der Sächsischen Schweiz widmen sich die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Als weltweit einziges Festival, das ausschließlich Dmitri Schostakowitsch und seinem musikalischen Umfeld gewidmet ist, verbindet es hochkarätige Interpretationen mit spannenden Entdeckungen abseits des bekannten Repertoires.

2026 stehen die Festtage ganz im Zeichen der jüdischen Kultur und jener engen künstlerischen Verbindungen, die Schostakowitschs Schaffen nachhaltig geprägt haben. Damit fügt sich das Festival auch in das sachsenweite „Jahr der jüdischen Kultur“ ein und richtet den Blick auf Musik als Ausdruck von Austausch, Solidarität und kultureller Vielfalt.

Zu den besonderen Höhepunkten zählt die Wiederentdeckung des weißrussischen Komponisten Lew Abeliowitsch, dessen Werke bis heute nur selten aufgeführt werden. Der Pianist Rostislav Krimer und Bratschist Nils Mönkemeyer präsentieren mehrere Kammermusikwerke als europäische Erstaufführungen. Zudem wird die legendäre Pianistin Elisabeth Leonskaja, die noch mit Schostakowitsch zusammenarbeitete, mit dem Internationalen Schostakowitsch Preis ausgezeichnet. Erstmals ist auch Dirigent Ingo Metzmacher zu Gast, der mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter anderem eine deutsche Erstaufführung präsentiert.

Die intime Atmosphäre der Konzertscheune Gohrisch und die Nähe zwischen Künstlern und Publikum verleihen dem Festival einen besonderen Charakter. So entstehen vier Tage voller musikalischer Entdeckungen, die Schostakowitschs Werk aus neuen Perspektiven beleuchten und zugleich den Blick auf spannende Stimmen seines Umfelds lenken.
25. bis 28. Juni 2026

www.schostakowitsch-tage.de