Ein Abend, der drei sehr unterschiedliche musikalische Welten miteinander verbindet und zeigt, wie vielseitig Orchesterfarben erzählen können.
Mozarts Sinfonie Nr. 40 in g-Moll bildet das elegante Zentrum des Programms – ein Werk voller Bewegung, mit einer feinen Spannung zwischen Dringlichkeit und zurückhaltender Melancholie. Davor eröffnet Wagners „Faust-Ouvertüre“ den Abend mit einer Musik, die innere Unruhe hörbar macht und den berühmten Stoff nicht nacherzählt, sondern atmosphärisch ausleuchtet. Lili Boulangers „Faust et Hélène“ führt schließlich in eine ganz andere Perspektive: ein lyrisch aufgeladenes Episodenstück, das Goethes Motivwelt mit großer Emotionalität und einer bemerkenswert modernen Handschrift fasst.
Das Konzert bringt damit drei Sichtweisen auf denselben literarischen Mythos zusammen – klassisch, romantisch und frühmodern. In seiner Kombination entsteht ein abwechslungsreiches Klangbild, das sowohl Erzählkraft als auch feine Details zeigt. Ein Programm, das Zuhörende fordert, überrascht und gut durch den Abend trägt.
1. und 2. Februar 2026





