Ein Haus für Jahrhunderte voller Kunst: Im Lindenau‑Museum Altenburg vereinen sich italienische Meisterwerke der Tafelmalerei, deutsche Moderne und lebendige Kunstvermittlung – ein Ort, der Geschichte und Gegenwart in einzigartiger Weise begegnet.

Das Lindenau-Museum Altenburg zählt zu den außergewöhnlichsten Kunstmuseen Deutschlands. Es beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen früher italienischer Tafelbilder des 13. bis 16. Jahrhunderts, die weltweit ihresgleichen sucht. Diese Werke sind dem Sammler, Wissenschaftler und Mäzen Bernhard August von Lindenau (1779–1854) zu verdanken, der sie ab 1848 der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Im prachtvollen Neorenaissance-Gebäude, das 1876 eigens für diese Sammlung errichtet wurde, finden sich darüber hinaus umfangreiche Bestände deutscher, französischer und niederländischer Malerei vom 16. bis ins 21. Jahrhundert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den grafischen Beständen der 1920er Jahre und der Klassischen Moderne: Die Sammlung umfasst unter anderem eine der größten Kollektionen illustrierter Mappenwerke des Spätexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Zudem beherbergt das Haus den weltweit größten Bestand an Werken des Künstlers Gerhard Altenbourg (1926–1989).

Blick in die Dauerausstellung © Foto: Lutz Ebhardt

Blick in die Dauerausstellung © Foto: Lutz Ebhardt

Zur Einrichtung gehört die „studio“-Werkstatt, eine bis heute aktive Kunst- und Kunstvermittlungsstätte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – im Sinne der von Lindenau gegründeten Zeichen- und Kunstschule. Das Museum ist zudem seit 2001 im sogenannten „Blaubuch“ als eine der 23 national bedeutsamen Kultureinrichtungen Ostdeutschlands verzeichnet.

Ein Besuch im Lindenau-Museum Altenburg ist eine Reise durch die Kunstgeschichte – von antiken Keramiken bis zur Gegenwartskunst – und ein Ort, an dem das Betrachten zum Dialog wird: mit Werk, Zeit und Besucher selbst.

lindenau-museum.de