Mit Pierre Huyghe widmet die Fondation Beyeler einem der einflussreichsten und zugleich faszinierendsten Künstler der Gegenwart eine große Ausstellung. Die eigens für Riehen entwickelte Schau eröffnet einen Einblick in ein Werk, das die Grenzen zwischen Kunst, Technologie, Natur und Wahrnehmung immer wieder neu auslotet.

Huyghes Arbeiten entziehen sich bewusst klassischen Kategorien. Filmische Elemente treffen auf digitale Systeme, biologische Prozesse auf künstliche Intelligenz, reale Situationen auf fiktionale Erzählungen. Statt abgeschlossener Kunstwerke entstehen offene, lebendige Konstellationen, die sich verändern, auf ihre Umgebung reagieren und eigene Entwicklungen hervorbringen können. Seine Werke erscheinen dabei weniger als Objekte denn als Prozesse, die ständig in Bewegung bleiben.

Die Ausstellung vereint neu geschaffene Arbeiten mit zentralen Werken der vergangenen Jahre und macht die außergewöhnliche Bandbreite seines Schaffens sichtbar. Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch Räume, in denen unterschiedliche Formen von Leben, Technologie und Wahrnehmung aufeinandertreffen. Immer wieder entstehen Situationen, die vertraute Grenzen zwischen Mensch und Umwelt, Realität und Imagination oder Beobachtung und Teilnahme hinterfragen.

Charakteristisch für Huyghes Kunst ist dabei die Offenheit des Erlebens. Die Werke geben keine festen Antworten vor, sondern schaffen Erfahrungsräume, in denen sich neue Perspektiven und individuelle Wahrnehmungen entwickeln können. So wird der Ausstellungsbesuch selbst Teil eines Prozesses, der sich mit jedem Blick und jeder Begegnung verändert.

Die Fondation Beyeler präsentiert damit eine Ausstellung, die nicht nur aktuelle Positionen eines herausragenden Gegenwartskünstlers versammelt, sondern zugleich dazu einlädt, über das Verhältnis von Mensch, Natur und Technologie in einer zunehmend komplexen Welt nachzudenken.
24. Mai bis 13. September 2026

www.fondationbeyeler.ch