Wie kaum ein anderes Paar beeinflussten Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp die Kunst ihrer Zeit. Angesichts der großen gesellschaftlichen Fragen des 20. Jahrhunderts suchten sie einen radikalen Neuanfang. Als weltweit einziges Museum widmet sich das Arp Museum Bahnhof Rolandseck auf Grundlage seines hochkarätigen Sammlungsbestandes diesem bahnbrechenden Künstlerpaar. Mehr als 400 Werke sind in der außergewöhnlichen Architektur aus historischem Bahnhofsgebäude und dem lichten Bau Richard Meiers zu Hause.

Pazifismus, Gleichberechtigung und Ökologie manifestieren sich außergewöhnlich früh in Leben und Wirken der Beiden. In Auflehnung gegen bestehende gesellschaftliche Werte und Konventionen erfanden sie sich und ihre Werke stets neu, verließen jedoch nie ihre künstlerische sowie gedanklich-konzeptuelle Heimat: die Abstraktion.

Hans Arp | Aus dem Reich der Gnomen | 1949© VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Hans Arp | Aus dem Reich der Gnomen | 1949
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Die bis heute ungebrochene innovative Strahlkraft Sophie Taeuber-Arps und Hans Arps zeigt die neue Sammlungspräsentation anhand der Entwicklung der beiden künstlerischen Werke. Hans Arp schuf herausragende Arbeiten der organischen Abstraktion. Die Natur war ihm stete Quelle der Inspiration für seine Plastiken, Reliefs und Papierarbeiten. Zudem entstanden experimentelle und lyrische Texte im schöpferischen Umfeld von Dada und Surrealismus. Sophie Taeuber-Arp zählt mit ihren aus geometrischen Formen entwickelten Werken zu den Pionierinnen der modernen Kunst. Als Malerin, Textilgestalterin und Architektin prägte sie eine neue Einheit von Kunst, Handwerk und Technik.
Im Ausstellungsrundgang verdichten sich ihre Lebenswege, kreative Meilensteine und historische Querverweise zu einem breiten Panorama. Interaktive Stationen machen es zudem möglich, in den weiten Kosmos der Moderne einzutauchen und diesen mit eigenen Fragen zum Leben zu erwecken.
14. Mai 2023 bis 31. Dezember 2030

arpmuseum.org