Mit „Helme Heine – Es war einmal…“ widmet sich das Günter Grass-Haus einem der bekanntesten Bilderbuchkünstler unserer Zeit und eröffnet einen ebenso poetischen wie nachdenklichen Blick auf sein vielseitiges Werk.
Die Ausstellung zeichnet das künstlerische Leben Helme Heines nach, der über Jahrzehnte hinweg eine ganz eigene Bildwelt zwischen Fantasie, Humor und gesellschaftlicher Beobachtung geschaffen hat. Bekannt durch Figuren wie die „Freunde“ aus Mullewapp oder den kleinen Drachen Tabaluga, reicht sein Schaffen weit über das klassische Bilderbuch hinaus und verbindet Illustration, Literatur, Bühnenarbeit und freie Kunst zu einem vielschichtigen Gesamtwerk.
Neben ikonischen Motiven zeigt die Ausstellung auch weniger bekannte und späte Arbeiten, die sich mit zentralen Themen unserer Zeit auseinandersetzen. Mit feinem, oft hintergründigem Humor greift Heine Fragen von Klimawandel, gesellschaftlicher Ungleichheit oder technologischen Entwicklungen auf und verbindet sie mit einer Bildsprache, die gleichermaßen zugänglich und vieldeutig ist.
Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem Werken, die eigens für das Günter Grass-Haus entstanden sind und in Dialog mit dem literarischen Erbe Günter Grass’ treten. Ergänzt wird die Präsentation durch dokumentarische Einblicke in Heines Arbeitsweise sowie persönliche Begegnungen kurz vor seinem Tod – ein Moment, der der Ausstellung eine zusätzliche, sehr persönliche Dimension verleiht.
So entsteht eine Ausstellung, die über eine klassische Retrospektive hinausgeht: Sie lädt dazu ein, die vielschichtige Welt Helme Heines neu zu entdecken – als künstlerischen Kosmos zwischen kindlicher Fantasie und ernsthafter Auseinandersetzung mit der Gegenwart.
27. April 2026 bis 10. Januar 2027















