Ein Märchen zwischen Poesie und Zeitkritik: In „Schneeflöckchen“ entfaltet Regisseur Maxim Didenko eine bildgewaltige Vision vom Ende einer erstarrten Welt. Mit musikalischem Feingefühl unter der Leitung von Leo McFall erzählt Rimski-Korsakows Oper von Liebe, Wandel – und der Hoffnung auf einen neuen Frühling.
Wenn der Frühling kommt, muss Snegurotschka schmelzen. Und das bedeutet für Rimski-Korsakows Titelfigur, die ganz aus Schnee besteht, den Tod. Das Libretto basiert auf einem Märchen, das zugleich eine Sozialstudie über Liebe, Berechnung und Macht ist. Die Lesart des russischen Regisseurs Maxim Didenko zeigt eine Landschaft über dem Klimakipppunkt, eine lebensfeindliche Eiswüste und zugleich eine erstarrte Gesellschaft, die es verlernt hat, einander zuzuhören.
Die Eltern des Schneemädchens vertreten unterschiedliche Positionen der Wissenschaft: Wird Technologie die Welt retten? Oder doch der von allen ersehnte Frühling? Für Rimski-Korsakows Musik voller betörender Melodien und eingängiger Tänze zieht Leo McFall alle Orchesterregister.
Premiere 24. Januar
weitere Aufführungen: 30. Januar, 14. und 26. Februar, 22. März, 29. April 2026





