Von Zeitgenossen gefeiert, von der Kunstgeschichte lange übersehen: Die Ausstellung widmet sich dem Werk des früh verstorbenen Malers Philipp Klein (1871–1907) und lädt dazu ein, einen nahezu vergessenen Künstler neu zu entdecken.
Der Mannheimer Autodidakt entwickelte schon früh eine unverwechselbare Bildsprache, geprägt von einem feinen Gespür für Licht, Farbe und atmosphärische Übergänge. In seinen Gemälden scheint die Welt in flirrenden Momentaufnahmen aufzugehen – Szenen voller Bewegung, Helligkeit und leiser Intensität. Gemeinsam mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim präsentiert das Landesmuseum Hannover erstmals eine umfassende Würdigung dieses außergewöhnlichen Œuvres. Rund 100 Werke zeichnen ein vielschichtiges Bild von Kleins künstlerischer Bandbreite: Strand- und Gartenlandschaften, eindringliche Porträts sowie nuancierte Frauenbildnisse eröffnen einen Blick auf einen Maler, der den Impressionismus auf eigene Weise weiterdachte.
Viele der gezeigten Arbeiten waren über Jahrzehnte hinweg in privaten Sammlungen verborgen und sind nun erstmals wieder öffentlich zugänglich. Ergänzt wird die Präsentation durch Werke von Wegbegleiterinnen und Zeitgenossinnen wie Lovis Corinth, Max Liebermann und Paula Modersohn-Becker, die Kleins Schaffen kunsthistorisch verorten und in einen größeren Kontext stellen. So wird nicht nur das individuelle Talent sichtbar, sondern auch ein Netzwerk künstlerischer Beziehungen, das den Impressionismus um 1900 prägte. Die Ausstellung macht Philipp Klein als eigenständige Stimme dieser Epoche erfahrbar – und gibt ihm jenen Platz zurück, den sein Werk verdient.
24. April bis 25. Oktober 2026






