Das mitten in Duisburg gelegene Lehmbruck Museum ist ein Museum für Skulptur. Seine Sammlung moderner Plastiken von Künstlern wie Alberto Giacometti, Constantin Brâncuși, Hans Arp und natürlich Wilhelm Lehmbruck ist europaweit einzigartig. Beheimatet ist das Museum in einem eindrucksvollen Museumsbau inmitten eines Skulpturenparks, der zum Schlendern und Entdecken einlädt.
Namensgeber des Hauses ist der Bildhauer Wilhelm Lehmbruck, der 1881 in Meiderich, heute ein Stadtteil von Duisburg, geboren wurde. Lehmbruck gilt neben Ernst Barlach als wichtigster deutscher Plastiker der Klassischen Moderne. Er hatte mit seinem Werk maßgeblichen Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen und ist auch nach seinem frühen Freitod im Jahr 1919 präsent geblieben.

Wechselnde Skulpturenausstellungen in faszinierender Museumsarchitektur:

Tony Cragg
Neupräsentation der Sammlung
Sich rhythmisch hochschraubend, verschlungen, geschichtet, gefaltet oder gedreht sind die Skulpturen des Bildhauers Tony Cragg. Unverkennbar ist die Formensprache des Turner-Preisträgers. Rätselhaft abstrakt und zugleich sehr vertraut offenbaren sich die Skulpturen von jedem Standpunkt überraschend anders. Die Silhouetten vermeintlich menschlicher Gesichter tauchen auf und verlieren sich beim Umschreiten wieder.
Die Skulpturen appellieren an unsere Emotionen und so ist Tony Cragg der Überzeugung, dass Skulptur, ihre Form, Oberfläche und ihr Material den Menschen berühren und somit nachhaltig verändern können. Angeregt von der zunehmenden Verschmelzung von Natur, Mensch und Technik entstehen Skulpturen von subtiler Sinnlichkeit.
bis 18. April 2022

Anet Cardiff & George Bures Miller
Die Ausstellung der Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger 2020 präsentiert mit raumgreifenden Werken das Schaffen des kanadischen Künstlerpaares der letzten 20 Jahre. Weltweit bekannt geworden sind Janet Cardiff (*1957) und George Bures Miller (*1960) mit ihren multimedialen Installationen, die Worte, Geräusche und Musik fühlbar machen.

Janet Cardiff und George Bures Miller, The Instrument of Troubled Dreams, 2018 © Janet Cardiff and George Bures Miller; Courtesy of the artists and Luhring Augustine, New York, Foto: David B. Smith

Janet Cardiff und George Bures Miller, The Instrument of Troubled Dreams, 2018 © Janet Cardiff and George Bures Miller; Courtesy of the artists and Luhring Augustine, New York, Foto: David B. Smith

Der meisterhafte Einsatz akustischer Elemente in ihren Werken erschafft eine neue Wirklichkeit: Wo endet die Realität und wo beginnt die Fiktion? Subtil und zugleich enorm wirkungsvoll unterwandern sie in ihren fesselnden, bisweilen an True-Crime-Storys erinnernden Erzählungen die Herrschaft der Rationalität, sodass das Ungreifbare und Vage der Gefühlswelt die Wahrnehmung dominiert.
27. März bis 14. August 2022

www.lehmbruckmuseum.de