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Es heißt, wir leben im Spie­gel des Ande­ren. Frem­des erscheint uns häu­fig bedroh­lich. Wie kön­nen wir es schaf­fen, uns ande­ren Welt­bil­dern zu öff­nen, ohne dabei die eige­ne Iden­ti­tät preis­zu­ge­ben?

Die Aus­gren­zung des Ande­ren – oder schlicht­weg ande­rer Per­so­nen – lässt sich auch heu­te noch auf Geschlech­ter­dif­fe­renz, sexu­el­le Iden­ti­tät oder die äuße­ren Merk­ma­le von Men­schen ver­schie­de­ner Abstam­mung zurück­füh­ren. Dabei wir­ken oft kul­tu­rel­le Kon­struk­te nach, die die­se ​Ande­ren“ in star­ren Rol­len­bil­dern fixieren.Die zum breit gefä­cher­ten Topos ​Frem­de“ aus­ge­wähl­ten Wer­ke aus der Foto­samm­lung der Muse­en der Stadt Linz sowie aus Pri­vat­be­sitz span­nen raum­grei­fen­de Dia­lo­ge. Wir ver­su­chen anhand der aus­ge­wähl­ten Wer­ke Brü­cken in ver­gan­ge­ne Zei­ten und fer­ne Kul­tu­ren zu schla­gen und geläu­fi­ge Ste­reo­ty­pen der Abwer­tung und Aus­gren­zung sozia­ler Grup­pen bewusst zu machen. Dabei kom­men Begrif­fe wie Othe­ring, Ori­en­ta­lis­mus, Kolo­nia­lis­mus, Mar­gi­na­li­sie­rung und Klas­sis­mus zur Anwendung.

Nilbar Güres, "The front balcony" aus der Serie Circir, 2010 © Lentos Kunstmuseum Linz

Nilbar Güres, „The front balcony“ aus der Serie Circir, 2010 © Lentos Kunstmuseum Linz

In der Aus­stel­lung sind Wer­ke von Özlem Altin, Joerg Auzin­ger, Lau­ri­en Bach­mann, Alfre­do Barsuglia, Rena­te Bil­len­stei­ner, Eli­sa­beth Czi­hak, Can­an Dagde­len, Ricar­da Den­zer, Eva & Ade­le, Bern­hard Fuchs, Nil­bar Gür­eş, Tatia­na Lecomte, Erich Les­sing, Hans Kupel­wie­ser, Inge Morath, Shirin Nes­hat, Eli­sa­beth Peter­lik, Otto Saxin­ger und Lisa Spalt, Klaus Peter Scheu­rin­ger, Inge­borg Stro­bl, Engin Uzunka­ya und Mar­ko Zink und ande­ren zu sehen.
bis 4. Februar 2024

www.lentos.at