Metall kann hart, schwer und industriell wirken – in der konstruktiv-konkreten Kunst entfaltet das Material jedoch überraschend poetische, dynamische und farbenreiche Seiten. Die Ausstellung „Heavy Metal“ widmet sich den vielfältigen künstlerischen Möglichkeiten von Stahl, Aluminium, Kupfer oder Eisen.
Mit rund 50 Werken aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter zeichnet die Schau die Entwicklung konstruktiver Kunst der vergangenen sieben Jahrzehnte nach und zeigt, wie unterschiedlich Künstler mit metallischen Materialien arbeiten. Mal entstehen massive, körperhafte Objekte, mal filigrane Konstruktionen, die beinahe schwebend wirken. Lichtreflexe, Oberflächenstrukturen und Bewegungen werden dabei ebenso zum Gestaltungsmittel wie Rost, Spiegelungen oder industrielle Formen.
Bereits das silbrig schimmernde Aluminiumrelief von Heinz Mack aus dem Jahr 1958 macht deutlich, wie stark sich Metall im Zusammenspiel mit Licht verändert. Andere Arbeiten experimentieren mit Bewegung und Materialspannung – etwa die kinetischen Werke von Martin Willing, die das Schwingungsverhalten von Titan oder Weldural sichtbar machen. Künstler wie Günther Uecker, François Morellet oder Manuela Tirler wiederum greifen auf alltägliche Industriematerialien wie Nägel oder Bewehrungsstahl zurück und überführen sie in neue geometrische Strukturen.
Neben der reduzierten Strenge konstruktiver Kunst zeigt die Ausstellung aber auch spielerische und farbintensive Positionen. Besonders die Arbeiten von Kirstin Arndt und Jim Lambie nutzen die Formbarkeit von Aluminium für lebendige Reliefs mit überraschender Leichtigkeit und visueller Energie.
„Heavy Metal“ macht deutlich, wie wandelbar Metall als künstlerisches Material sein kann – zwischen Präzision, Bewegung, Licht und sinnlicher Oberfläche.
17. Mai bis 27. September 2026





