Im 5. Sinfoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden verbinden sich große Klanggestalten und emotionale Tiefen – ein Abend, der durch Kompositionen von Meisterhand Horizonte erweitert und Zuhörer neu inspiriert.
Wenn Herbert Blomstedt am Pult steht, wird Musik zur Lebenshaltung. Der 98-jährige Ehrendirigent der Sächsischen Staatskapelle verkörpert eine Demut und Klarheit, die tief in seiner Kunst wurzeln. Seine Bruckner-Deutungen gelten längst als Referenz. Sie sind frei von Pathos und durchdrungen von geistiger Strenge, klanglicher Transparenz und innerer Ruhe. In der 1876 vorgelegten Fünften, vom Komponisten selbst als seine »kontrapunktisch gewagteste Sinfonie« bezeichnet, kulminiert Bruckners Wille zur Form. Sie stellt höchste Anforderungen an Musiker wie Hörer und offenbart sich doch mit schlichter Größe: Im Finale erhebt sich ein grandioses Fugato als klanggewordene Apotheose bar jeder Eitelkeit.
11., 12. und 13. Januar 2026






