Große romantische Melodien und schillernde Klangfarben: Das VIII. Symphoniekonzert an der Staatsoper Unter den Linden verbindet zwei Meisterwerke der Orchesterliteratur. Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Maurice Ravel führen dabei von der romantischen Konzerttradition bis zu den impressionistischen Klangwelten des frühen 20. Jahrhunderts.
Im Mittelpunkt des Konzertprogramms steht Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll, eines der bedeutendsten Instrumentalkonzerte des 19. Jahrhunderts. Seit seiner Entstehung in den 1840er-Jahren gehört es zu den beliebtesten Werken des Repertoires. Mendelssohn verbindet darin außergewöhnliche melodische Schönheit mit harmonischer Raffinesse und rhythmischer Lebendigkeit. Den Solopart übernimmt der renommierte französische Geiger Renaud Capuçon, der das Werk mit seiner virtuosen und zugleich lyrischen Spielweise interpretiert.
Einen ganz anderen musikalischen Kosmos eröffnet Maurice Ravels Ballettmusik zu „Daphnis et Chloé“. Das Werk entstand 1912 für die berühmten Ballets Russes und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele des französischen Impressionismus in der Musik. Schwebende Klangflächen, raffinierte Orchesterfarben und der Einsatz eines wortlosen Chores schaffen eine atmosphärisch dichte Klanglandschaft.
Ravel erzählt darin eine Geschichte aus der griechischen Mythologie: die Liebesgeschichte von Daphnis und Chloé. Ohne Worte, allein durch Klangfarben und orchestrale Gestaltungskraft entsteht ein eindrucksvolles musikalisches Panorama.
Die musikalische Leitung des Abends liegt bei François-Xavier Roth, der gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin und dem Staatsopernchor ein Programm gestaltet, das romantische Ausdruckskraft und impressionistische Klangpoesie miteinander verbindet.
8. Juni 2026











