Ein Konzert voller Kontraste: Beethoven, Bartók und Brahms zeigen den Weg vom Ringen mit Traditionen bis zur selbstbewussten Erneuerung.
Ludwig van Beethovens einzige Oper Fidelio erzählt vom mutigen Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit. Viermal überarbeitete der Komponist sein Werk und schrieb jeweils eine neue Ouvertüre. In der endgültigen Version verzichtet er auf direkte Zitate aus der Oper und schafft mit zwei kontrastierenden Motiven eine packende Atmosphäre, die den Boden für die Handlung bereitet. Von persönlichen Sorgen überschattet, komponierte Béla Bartók 1943 in den USA sein berühmtes Konzert für Orchester. In diesem Werk stellt er die Instrumentengruppen des Orchesters solistisch ins Rampenlicht und vereint volksmusikalische Einflüsse, barocke Formen und moderne Ausdruckskraft.
Auch Johannes Brahms setzte sich mit dem übermächtigen Schatten Beethovens auseinander. Aus ersten Skizzen für eine Sinfonie entstand sein monumentales Erstes Klavierkonzert – ein Werk, das Sinfonie und Konzert verbindet, hohe pianistische Anforderungen stellt und zugleich selbstbewusst musikalische Zitate an Beethoven richtet.
9. und 10. Januar 2026





