80 Jahre Kunst, Geschichte und immer wieder neue Perspektiven. Acht Jahrzehnte sind eine lange Zeit – in der Kunstgeschichte erst recht. Und doch ist der St. Pöltner Künstlerbund kein Verein, der sich auf seiner Tradition ausruht. 1946 gegründet, hat sich die Künstlergemeinschaft über die Jahre zu einer lebendigen Plattform für zeitgenössische Kunst entwickelt. 2026 gibt es nun allen Grund zum Feiern: Der Künstlerbund wird 80 und lädt im Stadtmuseum St. Pölten zu seiner bereits 80. Jahresausstellung. Der Titel könnte passender nicht sein: „Wir feiern uns!“
Was dabei gefeiert wird, ist weit mehr als eine runde Jahreszahl. Es geht um acht Jahrzehnte künstlerisches Engagement, um Menschen, die das kulturelle Leben der Stadt geprägt haben, und um die Vielfalt jener Positionen, die den Künstlerbund bis heute ausmachen. Die Jubiläumsausstellung verbindet aktuelle Arbeiten der Mitglieder mit einer Sonderschau, die an bereits verstorbene Künstlerinnen und Künstler des Künstlerbundes erinnert. Vergangenheit und Gegenwart treten damit unmittelbar miteinander in Dialog.
Heute gehören 31 aktive Mitglieder dem Künstlerbund an. Ihre Arbeiten zeigen, wie unterschiedlich zeitgenössische Kunst sein kann – und wie bereichernd gerade diese Vielfalt für eine Künstlergemeinschaft ist. Unterschiedliche Generationen, Ausdrucksformen und persönliche Perspektiven treffen aufeinander und machen den Verein zu einem Spiegel der lebendigen Kunstszene St. Pöltens.

Brigitte Saugstad, Adolf Peschek-Publikums-Preisträgerin 2025, Good News, 2022, Feinsteinzeug, Terrakotta, Unterglasur, Netz, Stoff, Blattgold Granitplatte © Brigitte Saugstad
Dass diese Szene nicht nur während der Jubiläumsausstellung sichtbar wird, dafür sorgt der Künstlerbund das ganze Jahr über. Im KUNST/WERK im Kulturzentrum Löwinnenhof finden regelmäßig kuratierte Themenausstellungen, Einzelpräsentationen und Kunstgespräche statt. Der persönliche Austausch mit den Kunstschaffenden gehört dabei ebenso zur Arbeit des Vereins wie die Präsentation ihrer Werke.
Ein besonderer Moment der Jubiläumsausstellung ist die Verleihung der Adolf-Peschek-Preise. Bereits bei der Eröffnung werden die Jury-Preisträgerinnen und -Preisträger ausgezeichnet. Bei der Finissage am 13. November entscheidet schließlich das Publikum über seinen Favoriten und vergibt den Adolf-Peschek-Publikumspreis.
Begleitet wird das Jubiläum von einem neuen Buch, das die Geschichte des Künstlerbundes nachzeichnet und damit nicht nur die vergangenen acht Jahrzehnte dokumentiert, sondern auch ein Stück St. Pöltner Kulturgeschichte bewahrt.
17. Oktober bis 13. November 2026
www.stadtmuseum-stp.at

Jahresausstellung 2025, Ernest A. Kienzl, „found abstracts | palms” © Ernest A. Kienzl






