Im Herzen des Kulturbezirk St. Pölten präsentiert sich das Festspielhaus als einer der führenden Spielorte für Tanz und Musik zwischen Tradition und Moderne. Das vom Grazer Architekten Klaus Kada geplante Festspielhaus gilt als einer der markantesten Theaterbauten zeitgenössischer Architektur in Österreich und präsentiert ein hochkarätiges Programm von zeitgenössischem Ballett bis zur internationalen Tanzkreation, Konzerte von Klassik bis Jazz und World, Jugendformate und Kammermusik. Auf dem Spielplan stehen weltweite und europaweite Erstaufführungen sowie zahlreiche Österreich-Premieren.

Gravity & Other Myths A simple Space
Circus/Akrobatik/Live-Musik Wenn die australische Truppe Gravity & Other Myths einen schlichten Bühnenraum in ein schillerndes Universum der Circuskunst verwandelt, stellt sich zu Recht die Frage: Ist hier Magie im Spiel? In A Simple Space erobern die AkrobatInnen von Weltrang die Vertikale wie die Horizontale und gehen dabei mit ihrem Publikum auf Tuchfühlung. In einem Setting, so intim, dass man die Hitze der Darbietung spüren kann, entsteht atemberaubende Körperkunst, die das menschliche Auge kaum zu fassen vermag. Mit unverwechselbarem Charme lässt das Ensemble tief in sein Inneres blicken und erzählt bei aller Virtuosität und Präzision auch von der Realität des Scheiterns. So entwaffnend ehrlich, rau und federleicht-grazil zugleich kann zeitgenössischer Circus sein.
31. Oktober 2021

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Beethoven/Nielsen
Musik/Klassik Ludwig van Beethovens einziges Violinkonzert ist der große klassische Prüfstein für jede Geigerin und jeden Geiger. Der 1984 geborene Augustin Hadelich hat dabei einen exzellenten Pultpartner zur Seite – denn John Storgårds, immer wieder gern gesehener Gast bei den Tonkünstlern, ist sowohl Dirigent als auch Violinsolist. Aus seiner Heimat Finnland bringt Storgårds ein Werk der Komponistin Outi Tarkiainen mit: Musik über die Mitternachtssonne, Himmelsfarben und die Geburt ihres Sohnes. Passend dazu gesellt sich mit Das Unauslöschliche eine energievoll-trotzige Symphonie des Dänen Carl Nielsen, die dieser mit den Worten beschrieb: „Musik ist Leben, und als solches unauslöschlich.“
29. November 2021

Ausseer Advent
Musik/Volksmusik Während Schnee und Kälte über das Land ziehen, lässt das diesjährige Programm des Ausseer Advents das Festspielhaus in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Musikalisches Vergnügen versprechen die Darbietungen der Ausseer Bradlmusi, die sich stimmungsvoll mit dem Bläserquartett der Salinenmusik Altaussee und dem Ennstaler Viergesang vereinen. Mit dem historischen Knappentanz, der seit 1955 nur einmal jährlich von den Altausseer Bergknappen aufgeführt wird, findet ein außergewöhnlicher Brauch aus dem Ausseerland seinen Weg nach St. Pölten. Abgerundet wird das festlich-besinnliche Programm mit Texten über den Winter und den Advent. Moderatorin und Schauspielerin Heilwig Pfanzelter führt in gewohnt charmanter Manier durch den Abend, der das Publikum wahrhaft bezaubern wird.
18. Dezember 2021

Tschaikowski/Sibelius
Musik/Klassik „Ich weiß schon, dass ich mit dem Mann einiges gemeinsam habe – aber man kann eben nichts dafür“, schrieb Jean Sibelius einmal über Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Dieses Programm bringt die beiden Giganten zusammen: mit dem fantastischen Violinkonzert des Russen, in dem Alena Baeva den Solopart übernimmt, und der ersten Symphonie des einzigartigen Finnen, die man als dessen „Pathétique“ bezeichnen könnte. Die Tonkünstler haben mit dem in Paris geborenen US-amerikanischen Dirigenten Hugh Wolff schon lange eine Menge gemeinsam, zum Beispiel die Freude an Entdeckungen: In Anna Thorvaldsdottirs Musik scheint die isländische Natur selbst zu Klang zu werden.
31. Januar 2022

Ein Deutsches Requiem
Musik/Klassik Wenn Ivor Bolton mit dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms ans Pult der Tonkünstler zurückkehrt, fließen nicht nur seine Opernerfahrungen als Musikdirektor des Teatro Real in Madrid in seine Interpretation mit ein, sondern auch sein Wissen als profilierter Vertreter der historischen und historisch informierten Aufführungspraxis. Statt einer Vertonung der lateinischen Totenmesse hat Brahms hier Bibelstellen zusammengestellt und ein Werk geschaffen, das mehr dem Trost der Hinterbliebenen gilt als der Bitte um die arme Seele: Clara Schumann schwärmte von „tiefem Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie“.
7. März 2022

www.festspielhaus.at