Ein Parkplatz, eine Straßenlampe und rundherum undurchdringlicher Nebel. Hier existiert nur noch das Dröhnen der Berge, die in ihre Einzelteile zerfallen. Oder hören wir das Ächzen des Krankenhauses, vor dem der Parkplatz liegt? Hierher verirren sich Menschen, die sich verloren haben: Flurin hat eben noch ihren Einkauf erledigt und verliert sich jetzt in den Weiten des Parkplatzes. Ein alter Mann wohnt in seinem Auto und versucht zu vergessen. Die Fliegende fliegt schon seit Tagen über diesen Ort und weiß, dass sie irgendwann landen muss. Doch würde das ihren Tod bedeuten. Und das Fett möchte seine große Liebe finden. All diese Versprengten suchen nach einer Ordnung für ihr Leben.

Alexander Stutz legt die Widersprüche der Gesellschaft zwischen Selbstoptimierung und Selbstzerstörung offen. Ein Panoptikum an Szenen, Begegnungen und Bildern, durch welche sich die Entfremdungen ziehen. Was wäre, wenn wir uns plötzlich alle wieder nahe sind, was, wenn jede Kausalität einen Sinn für das große Ganze hätte? Wir beginnen aufzuheben, was entfremdet ist und zeigen, was von unseren Rollen verlangt wird.
Uraufführung  22. Januar 2023
weitere Aufführungen: 25., 27. und 31. Januar, 6., 10., 12., 15., 17. und 19. Februar 2023 in der Lokremise St. Gallen

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