Fast so berühmt wie das Wiener Würstchen (das in Wien übrigens “Frankfurter Würstchen” heißt) ist der Wiener Prater. Was wie eine österreichische Süßspeise klingt, ist in Wahrheit ein weitläufiges Park-Areal im 2. Wiener Gemeindebezirk, Leopoldstadt. Flächenmäßig macht dieser Spaßpark mit Riesenrad an der Nordwestspitze des Gebietes zwischen Donau und Donaukanal nur einen sehr kleinen Teil aus. Gerade für Familien mit Kindern gehört ein Besuch des Freizeitpaks mit dem großen Wiener Riesenrad zu einem gelungenen Städtetrip dazu.

Zwischen den historischen Betrieben blitzen die neuen, modernen, hydraulisch betriebenen High-Tech-Fahrgeschäfte. An Popularität wird aber das historische Riesenrad, die „Lilliputbahn” und freilich auch die Gastwirtschaft „Schweizerhaus” (Spezialität: Stelze und Bier) niemals verlieren. Klapprige Geisterbahnen und funkelnde Grottenbahnen, obwohl verstaubt, werden sich auch nicht aus dem Prater drängen lassen.

Das Wiener Riesenrad
Das berühmte Riesenrad in Wien ist ein Relikt aus der Guten alten Zeit. Erbaut wurde es zwischen 1896 und 1897 vom britischen Ingenieur Walter B. Basset. Anlass war das 50. Thronjubiläum von Kaiser Franz Josef I. Während andere Riesenräder dieser Zeit (z.B. die in London, Blackpool und Paris) verschrottet wurden, konnte das Wiener Riesenrad diesem Schicksal entgehen.
Während man heutzutage in den anderen Metropolen Europas neue, moderne Riesenräder findet, ist dem Riesenrad in der Kaiserstadt Wien der alte Charme erhalten geblieben.

Charakteristisch für den Prater ist heute auch die anschließende grüne, naturbelassene Praterau. Eine gewinnende Erholungslandschaft mit Bäumen, Wiesen und Teichen. Durch diesen willkommenen und stillen Teil des Praters führt die 4,5 km lange Hauptalle, die mit alten Kastanienbäumen gesäumt ist. Seinerzeit wurden dort die farbenfrohen Blumenkorsen abgehalten, wo sich u.a. auch das Kaiserpaar und Buergermeister Lueger zeigten. Entlang der Hauptallee lagen die heute nicht mehr bestehenden, berühmten drei Kaffeehäuser. Das von Canevale 1783 errichtete „Lusthaus” am Ende der Hauptallee ist hingegen noch zu finden.

Der „grüne Prater”
Insgesamt umfasst der Prater in Wien sagenhafte sechs Millionen Quadratmeter.
Das Naherholungsgebiet bietet weitläufige Wiesen, Wälder und Wasserflächen.
In Wien und Umgebung gibt es eigentlich keinen besseren Ort, um einfach loszuradeln, zu joggen oder einfach nur Spazieren zu gehen.