Das Residenztheater München, liebevoll „das Resi“ genannt, ist eines der bedeutendsten Sprechtheater im deutschsprachigen Raum und Hauptspielstätte des Bayerischen Staatsschauspiels. Direkt am historischen Max-Joseph-Platz gelegen, bildet es zusammen mit dem prachtvollen Cuvilliés-Theater und dem Marstall ein kulturelles Ensemble inmitten der Münchner Residenz.
Das neue Residenztheater wurde 1951 als modernes Theatergebäude mit rund 877 Plätzen eröffnet. Die damals hochgelobte Ausstattung überzeugt bis heute: ein wandlungsfähiger Bühnenraum, hervorragende Akustik und klare Sichtverhältnisse schaffen optimale Bedingungen für anspruchsvolles Schauspiel, Neudichtungen und zeitgenössisches Ensembletheater. Seit 2019 trägt Intendant Andreas Beck dazu bei, klassische Werke neu zu interpretieren und moderne Dramatik im Spielplan zu verankern.

Blick in das Cuvilliés-Theater © Daniel Schvarcz
Einen einzigartigen historischen Kontrast bietet das Cuvilliés-Theater (auch Altes Residenztheater), das zwischen 1751 und 1753 im Rokokostil erbaut und nach dem Krieg originalgetreu an seinem aktuellen Standort in der Residenz wieder aufgebaut wurde. Der weiß-rot-goldene Zuschauerraum zählt zu den bedeutendsten Rokokobühnen Europas und ermöglicht gelegentliche Aufführungen in einmaligem Ambiente. Ergänzt wird das von dem Marstall, einer Studio-Bühne mit etwa 160 Sitzplätzen, ideal für experimentelle Formate und moderne Inszenierungen. Gemeinsam mit dem Haupthaus und dem Cuvilliés-Theater bildet es ein vielfältiges Spielstätten-Netzwerk.
Das Residenztheater beeindruckt nicht nur durch seine Architektur, sondern auch durch seine künstlerischen Leistungen. Über 50 Schauspielerinnen und Schauspieler sowie ein großes Kreativteam setzen jährlich ein Programm mit Uraufführungen und modernen Interpretationen bekannter Klassiker um. Unter Andreas Becks Leitung fördert das Haus einen zeitgenössischen Zugang zu klassischen Stoffen, mit spannenden Neudichtungen und gesellschaftlich relevanten Perspektiven.






