Das Kunstmuseum Wolfsburg, im Herzen der Innenstadt am Hollerplatz gelegen, wurde 1994 eröffnet und steht seither für moderne und zeitgenössische Kunst und Architektur, die stark mit der Identität der Volkswagen-Stadt verbunden ist. Träger ist die gemeinnützige Kunststiftung Volkswagen, die das Haus über das Engagement der Holler-Stiftung und weitere Projektförderungen trägt.
Beeindruckend ist die zentrale Ausstellungshalle: Sie misst 40 × 40 Meter bei 16 Metern Höhe, umrahmt von weiteren Galerieräumen in drei Ebenen. Das fällt durch die flexible Raumgestaltung auf, die sich jeder neuen Ausstellung individuell anpasst. Ein Innenhof beherbergt seit 2007 einen Zen-inspirierten Japan-Garten, der den Dialog zwischen Ost und West symbolisieren soll. Die Sammlung konzentriert sich bewusst auf internationale Positionen seit Mitte der 1960er Jahre, mit Schwerpunkt auf Minimal Art, Conceptual Art und Arte Povera. Rund 1.000 bedeutende Werke – darunter von Andreas Gursky, Cindy Sherman, Olafur Eliasson, Neo Rauch, Jannis Kounellis oder James Turrell – sind vertreten, wobei der Fokus auf Werkgruppen und bedeutenden Werkphasen liegt statt auf reiner Chronologie.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Seit seiner Eröffnung zeigte das Museum über 130 Ausstellungen – darunter große Retrospektiven zu Klassikern wie Fernand Léger, Überblicksschauen wie „Italy Metamorphosis“ oder „Blast to Freeze“ sowie viele Einzelausstellungen zeitgenössischer Künstler wie Carl Andre, Frank Stella, Imi Knoebel oder Douglas Gordon. Unter dem Direktor Andreas Beitin, der seit 2019 im Amt ist, erhielten vor allem thematische Großausstellungen programmatische Prägnanz.
Das Museum versteht sich als offener Bildungsort: Im Studio werden Workshops und kreative Projekte angeboten, unterstützt durch ein interaktives Vermittlungsprogramm für Familien, Schulen und Erwachsene. Die Besucher finden zudem das Café „Kunstpause“, das Restaurant Oberdeck sowie einen Museumsshop mit designorientierten Büchern und Geschenkartikeln. Mit seiner eindrucksvollen Architektur, der internationalen Sammlung und dem programmatischen Fokus auf Vermittlung, Diskurs und Inklusion ist das Kunstmuseum Wolfsburg ein lebendiger Kulturort – offen für kunstinteressierte Besucher, Familien, Studierende und alle, die zeitgenössische Kunst in einem besonders klaren Rahmen erleben möchten.





